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iTax, iTrump, iZoll: Apple unter Druck, Amerika unter Strom

stevepb (CC0), Pixabay
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Wenn Donald Trump eins kann, dann ist es Druck machen. Und Apple-Chef Tim Cook spürt ihn. Mit einem beherzten Griff in die Portokasse hat Apple nun seine USA-Investitionszusage kurzerhand um weitere 100 Milliarden Dollar aufgepimpt. Gesamtbudget für „America First, iPhone Second“: schlappe 600 Milliarden. Damit könnte man den Mars besiedeln – oder eben ein paar High-Tech-Schrauben in Texas eindrehen.

Trump: „Ich will das iPhone made in Ohio!“

Trumps Traum bleibt allerdings das, was es schon immer war: ein iPhone „Made in America“. So richtig. Komplett. Vom Chip bis zur Displayfolie. Doch die Realität ist wie das Apple-Ökosystem: teuer, verschlossen und nicht kompatibel mit Wunschdenken.

Denn wie Brancheninsider trocken erklären, müsste ein komplett US-gefertigtes iPhone etwa 3.500 Dollar kosten. Das ist der Preis eines gebrauchten Kleinwagens – oder eines Sofas aus echtem Leder, auf dem man dann traurig sitzt, weil man sich kein iPhone mehr leisten kann.

Fachkräftemangel trifft auf Zoll-Fieber

Apple-Chef Cook winkt ebenfalls ab: In den USA fehle es schlicht an den nötigen Fachkräften für Feinmontage und Mikrobauteile – nicht zuletzt, weil die amerikanische High-Tech-Produktion irgendwann in den 1990ern kollektiv ins Flugzeug nach Shenzhen gestiegen ist und nie zurückkehrte.

Doch Trump bleibt unbeeindruckt und packt die große Zoll-Keule aus: 100 Prozent Importzoll auf Halbleiter. Wer nicht in den USA produziert, zahlt doppelt. Wer schon dabei ist, darf weiteratmen. Fazit: Wer Chips will, muss Chips liefern – in Ohio, bitte.

High-Tech, hoher Preis

Blöd nur, dass fast alle Chips für iPhones und Co. in Asien gefertigt werden, vor allem von TSMC in Taiwan – was Trumps Zollpläne zur ökonomischen Kalorienbombe machen könnte. Denn wenn der Plan Realität wird, dürfte das Smartphone im Land der unbegrenzten Zölle bald wirklich unbezahlbar sein.

Fazit

Apple baut jetzt also brav 20.000 neue Jobs in den USA – hauptsächlich in Forschung & Entwicklung. Produktion? Schwierig. Zölle? Bedrohlich. Fachkräfte? Fehlanzeige. Und Trump?

Der hofft weiterhin auf das erste iPhone mit „Made in Mar-a-Lago“-Gravur.

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