Ein zweijähriger Junge in Italien ist gestorben, nachdem ihm ein offenbar durch unsachgemäßen Transport schwer beschädigtes Spenderherz eingesetzt worden war. Das bestätigte der Anwalt der Familie am Samstag.
Der kleine Domenico starb kurz vor 9:30 Uhr Ortszeit im Monaldi-Krankenhaus in Neapel, wo er fast zwei Monate lang künstlich am Leben erhalten worden war. Die Klinik erklärte, es sei zu einer „plötzlichen und irreversiblen Verschlechterung seines klinischen Zustands“ gekommen.
Das Herz, das Domenico Ende Dezember transplantiert worden war, soll während des Transports in direktem Kontakt mit Trockeneis gestanden haben. Berichten zufolge führte dies zu schweren Gewebeschäden durch extreme Kälte.
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen. Sechs Mediziner stehen formell unter Untersuchung. Der Fall hat landesweit Empörung ausgelöst.
Der Anwalt der Familie, Francesco Petruzzi, erklärte, das Organ sei „durch Erfrierungen verbrannt“ in Neapel angekommen. Es war über mehr als 800 Kilometer von Bozen nach Neapel transportiert worden – offenbar in einem ungeeigneten Behälter und ohne Thermometer, das die niedrige Temperatur hätte anzeigen können.
Domenicos Mutter, Patrizia Mercolino, hatte sich in den vergangenen Wochen mit einem öffentlichen Appell sogar an den Papst gewandt, um Hilfe für ihren Sohn zu erbitten.
„Es ist vorbei. Domenico ist nicht mehr da“, sagte sie am Samstag unter Tränen vor Journalisten. Sie kündigte an, eine Stiftung im Namen ihres Sohnes gründen zu wollen.
Nach Angaben des Anwalts soll die Stiftung „allen Kindern helfen, die keine Transplantation erhalten können, und Opfern von Behandlungsfehlern und medizinischer Fahrlässigkeit beistehen“.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni erklärte, „ganz Italien trauert um den kleinen Domenico, einen Kämpfer, der niemals vergessen wird“. In einer Mitteilung sprach sie der Familie ihr tiefes Mitgefühl aus und betonte, die zuständigen Behörden würden „vollständige Klarheit über diesen schrecklichen Vorfall“ schaffen.
Bereits am Mittwoch hatte ein Gremium von Kinderärzten festgestellt, dass Domenicos Zustand „nicht mit einer weiteren Transplantation vereinbar“ sei. Ärzte hatten gewarnt, dass die lange Zeit an lebenserhaltenden Geräten seine Lungen, Leber und Nieren schwer geschädigt haben könnte.
Gesundheitsminister Orazio Schillaci forderte eine lückenlose Aufklärung: „Wir sind es dem Kind, der Familie und allen Italienern schuldig.“ Zugleich betonte er, Italien verfüge über ein „ausgezeichnetes nationales Gesundheitssystem“, das in der Regel auch komplexe Situationen erfolgreich bewältige, und rief dazu auf, das Vertrauen in das Gesundheitssystem nicht zu verlieren.
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