Wer in Italien künftig achtlos Abfall aus dem Autofenster wirft, riskiert mehr als nur ein Bußgeld. Ab diesem Samstag tritt eine neue Verordnung in Kraft, die die Strafen für illegale Müllentsorgung im Straßenverkehr drastisch verschärft.
Im Extremfall können Autofahrerinnen und Autofahrer mit bis zu 18.000 Euro zur Kasse gebeten werden, wenn sie beispielsweise einen Müllsack einfach auf die Straße oder an den Straßenrand werfen. Besonders streng reagiert der Gesetzgeber, wenn der Abfall in einem Naturschutzgebiet oder einer anderweitig geschützten Landschaft landet: Dann drohen nicht nur hohe Geldbußen, sondern auch der Entzug des Führerscheins – und sogar Gefängnisstrafen.
Die italienische Regierung will damit ein deutliches Signal gegen Vermüllung und Umweltverschmutzung setzen. Entlang vieler Landstraßen und Autobahnen sind achtlos entsorgte Plastikflaschen, Dosen und Tüten seit Jahren ein sichtbares Problem. Mit den neuen Sanktionen soll nicht nur die Sauberkeit, sondern auch der Respekt vor Natur und öffentlichem Raum gestärkt werden.
Umweltschützer begrüßen den Schritt, fordern jedoch gleichzeitig verstärkte Kontrollen – denn hohe Strafen allein, so ihre Warnung, schrecken nur dann ab, wenn sie auch konsequent verhängt werden.
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