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Israel startet Bodenoffensive in Gaza-Stadt

jorono (CC0), Pixabay
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Israel hat in der Nacht zum Dienstag eine Bodenoffensive in Gaza-Stadt begonnen. Zwei israelische Regierungsvertreter bestätigten gegenüber CNN, dass Truppen am Stadtrand in das Gebiet vorgedrungen sind. Damit eskaliert der fast zweijährige Krieg weiter – trotz scharfer internationaler Kritik und Protesten von Angehörigen israelischer Geiseln, die noch immer von Hamas festgehalten werden.

Lage in Gaza-Stadt

  • In den vergangenen Tagen verstärkte Israel seine Luftangriffe und zerstörte dabei zahlreiche Wohnhäuser. Hunderte Menschen wurden getötet, Zehntausende vertrieben.

  • Nach Schätzungen befinden sich noch rund 20 israelische Geiseln in der Stadt. Hamas warnte, dass eine Offensive deren Leben unmittelbar gefährden könnte.

  • Seit Kriegsbeginn sollen nach Angaben des ehemaligen israelischen Generalstabschefs über 10 % der Bevölkerung Gazas getötet oder verletzt worden sein – eine Zahl, die sich mit den Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums deckt.

Reaktionen in Israel

Premierminister Benjamin Netanjahu sprach am Montag von einer drohenden „Isolation“ Israels und kündigte an, das Land müsse wirtschaftlich unabhängiger werden. Oppositionsführer Yair Lapid kritisierte Netanjahus Kurs als „verfehlte Politik“, die Israel ins Abseits geführt habe.

Die Familien von Geiseln protestierten erneut vor dem Amtssitz des Premiers in Jerusalem. Sie werfen der Regierung vor, durch massive Bombardierungen das Leben ihrer Angehörigen zusätzlich zu gefährden.

Internationale Dimension

  • US-Präsident Donald Trump warnte Hamas, dass „alle Wetten hinfällig“ seien, falls Geiseln als menschliche Schutzschilde missbraucht würden.

  • US-Außenminister Marco Rubio sicherte Israel die volle Unterstützung der Vereinigten Staaten zu, forderte aber ein schnelles Vorgehen, um zivile Opfer zu begrenzen.

  • Die Vereinten Nationen meldeten, dass in den letzten Tagen mindestens zehn UN-Gebäude in Gaza-Stadt getroffen wurden – darunter Schulen und Kliniken, in denen tausende Vertriebene Schutz gesucht hatten.

Bilanz der vergangenen Nacht

Nach Angaben lokaler Krankenhäuser starben bei israelischen Luftschlägen allein in der Nacht zu Dienstag mindestens 38 Menschen. Unter den Opfern seien zahlreiche Kinder, deren Leichen in Tüchern in die Kliniken gebracht wurden.

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