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Israel-Iran-Konflikt eskaliert: Tote in Teheran, Drohungen und Vergeltungsschläge

jorono (CC0), Pixabay
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Der militärische Schlagabtausch zwischen Israel und dem Iran spitzt sich weiter zu. Nachdem Israel am Freitag erstmals seit Jahrzehnten Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen hat, herrscht in der Region Alarmstufe Rot. Nach Angaben iranischer Medien und staatlicher Stellen kamen bei den Angriffen mindestens 78 Menschen ums Leben, darunter 20 Kinder. Israel begründete die Angriffe mit der Vergeltung für den jüngsten iranischen Raketenbeschuss und kündigte weitere Luftschläge an.


❝Auge um Auge❞ – Reaktionen aus Teheran

Viele Teheraner reagierten wütend auf die israelischen Angriffe. „Israel hat unsere Kommandeure getötet – was erwarten sie als Antwort, einen Kuss?“, sagte der 29-jährige Taxifahrer Mahmoud Dorri gegenüber der Associated Press. Andere äußerten sich kämpferisch, zeigten aber auch Sorge vor Eskalation. Der 61-jährige Mechaniker Houshang Ebadi mahnte: „Krieg bringt niemandem etwas. Ich hoffe, das endet bald.


Präzisionsschläge mit schwerwiegenden Folgen

Israelische Streitkräfte bestätigten, bei den Luftschlägen neun Nuklearexperten getötet zu haben, darunter Fachleute für Mechanik, Physik und Materialwissenschaften. Ein Sprecher der israelischen Armee kündigte an: „Wir werden weiterhin strategische Ziele in Teheran angreifen.

Auch zivile Opfer wurden bestätigt: Ein 14-stöckiges Wohnhaus in Teheran wurde zerstört. Laut staatlicher Medien starben dort 60 Menschen, darunter mindestens 20 Kinder, einige davon Säuglinge. Rettungskräfte suchen weiterhin unter den Trümmern nach Überlebenden.


Schäden an Nuklearanlagen begrenzt

Laut der iranischen Atomenergiebehörde wurde die Anlage in Isfahan nur leicht beschädigt – ein Lagerhaus sei in Brand geraten. In Fordow sei der Schaden ebenfalls begrenzt geblieben, da wichtige Ausrüstung zuvor in Sicherheit gebracht worden sei. Die UN-Atomaufsicht widerspricht allerdings: Teile der oberirdischen Anlagen in Natanz seien vollständig zerstört worden.


Weitere israelische Angriffe auf iranische Provinzen

Berichten zufolge wurden am Samstag auch Ziele in den Provinzen Ost-Aserbaidschan, Lorestan und Kermanschah bombardiert. Besonders Tabriz war betroffen – dort wurde Rauchentwicklung nahe einer Ölraffinerie beobachtet. In der Region Asadabad wurden zwei Menschen getötet, fünf weitere verletzt.

Die iranische Luftabwehr war in mehreren Städten aktiv, insbesondere in Teheran, Khorramabad und Kermanschah.


Iran schließt Luftraum – Raketen erreichen auch Jordanien und Westjordanland

Die iranische Luftfahrtbehörde schloss den Luftraum bis Sonntagmorgen. Im benachbarten Jordanien wurden zwei Zivilisten durch ein herabfallendes Geschoss verletzt. Im Westjordanland wurden drei palästinensische Kinder durch eine Rakete aus dem Jemen verletzt, die wohl Israel galt, aber in Sa’ir bei Hebron einschlug.


Israel droht mit „brennendem Teheran“

Israels Verteidigungsminister Israel Katz warnte: „Wenn Khamenei weiter Raketen auf Israel abfeuert, wird Teheran brennen.“ Der Iran verwandle seine eigenen Bürger in Geiseln und werde dafür den Preis zahlen.


Flughafen Teheran betroffen – aber keine größeren Schäden

Am Inlandsflughafen Mehrabad in Teheran schlugen Raketen ein – laut staatlichen Berichten war ein Hangar für Kampfjets das Ziel. Die Start- und Landebahnen sowie das Hauptgebäude blieben unversehrt, der Flugverkehr wurde dennoch bis auf Weiteres eingestellt.


Israel setzt Luftschläge fort – Ziel: „strategische Infrastruktur“

Die israelische Luftwaffe griff in der Nacht erneut Dutzende Ziele in Teheran an, darunter Flugabwehrsysteme und militärische Forschungsanlagen. Es sei das erste Mal seit Beginn des Konflikts, dass über eine Distanz von 1.500 km derart tief ins iranische Kerngebiet geschlagen wurde, erklärte Luftwaffenchef Tomer Bar.


Weitere Entwicklungen:

  • Drei Mitglieder des iranischen Taekwondo-Verbands, darunter ein Teenager, kamen bei den Angriffen ums Leben.

  • Drohnen aus Israel sollen laut iranischen Berichten an der Nordwestgrenze bei Salmas abgeschossen worden sein.

  • In Tel Aviv wurde ein Angriff auf das militärische Hauptquartier Kirya registriert – CNN verifizierte Videomaterial des Einschlags nahe des Verteidigungsministeriums.

  • In Rishon LeZion südlich von Tel Aviv starben zwei Menschen durch iranische Raketen. Ein Baby konnte lebend aus den Trümmern gerettet werden.

  • Die nächste Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran steht auf der Kippe. Der Iran sieht die Gespräche durch die US-Unterstützung für Israel „als bedeutungslos“ an.


Fazit: Eine Region am Abgrund

Mit der fortgesetzten Eskalation rückt die gesamte Nahostregion an die Schwelle eines großflächigen Krieges. Während Israel militärisch aufrüstet, zeigt sich der Iran unnachgiebig. Der UN-Sicherheitsrat tagte am Freitag, bislang jedoch ohne Ergebnis. Internationale Vermittlungsversuche bleiben bislang wirkungslos.

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