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Iran verbietet Starlink – Internet soll jetzt wieder aus Ton und Rauchzeichen bestehen

FarkhodVakhob9TJK9 (CC0), Pixabay
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Teheran (Zukunftsministerium für Kommunikationsverweigerung) – Das iranische Parlament hat entschieden: Der amerikanische Satelliteninternetdienst Starlink ist ab sofort haram für den Himmel. Wer Elon Musks himmlisches WLAN nutzt, muss mit Geldstrafen, Peitschenhieben oder bis zu zwei Jahren Gefängnis rechnen. Optional auch alles zusammen – je nach Signalstärke.

Das Verbot richtet sich gegen den „Internet-Imperialismus“, so ein fiktiver Parlamentssprecher, der seinen Namen nicht nennen will, weil er heimlich TikTok auf einem Starlink-Router benutzt.

Internet aus? Kein Problem – wir haben Tauben

Starlink gilt als letzte digitale Hoffnung für viele Iranerinnen und Iraner, wenn das Regime das nationale Internet wieder einmal auf „Steinzeit-Modus“ stellt. Während des jüngsten Konflikts mit Israel war das Netz teilweise so tot wie Pressefreiheit. Doch wer dachte, Elon Musks fliegende Modems könnten helfen, irrt: Sie sind nun offiziell subversives Hexenwerk.

Weniger bekannt: Wie viele Menschen Starlink im Iran überhaupt nutzen. Klar ist nur: Es ist teuer. So teuer, dass vermutlich nur drei Leute und ein besonders reicher Teppichhändler überhaupt Empfang haben – aber Hauptsache, sie werden bestraft.

Jetzt mit Todesstrafe – die Deluxe-Edition des Überwachungsstaats

Und weil das noch nicht reicht, gibt’s gleich das passende Gesetzespaket obendrauf: Wer wegen „Spionage“ oder „operativer Kooperation“ (was auch immer das bedeutet) verurteilt wird, darf sich künftig auf die Todesstrafe freuen. Konkretisiert wurde das nicht – aber vermutlich reicht es, einem Ausländer ein WLAN-Passwort zu geben.

Menschenrechtsorganisationen zeigen sich besorgt. Das iranische Parlament zeigt sich unbeeindruckt – und verweist auf die „traditionellen Kommunikationsmethoden“ wie Brieftauben, Rauchzeichen und Klopfmorse auf Teekannen.

Und der Wächterrat?

Der muss das Ganze noch abnicken – tut es aber erfahrungsgemäß schneller, als man „VPN“ sagen kann.


Fazit: Der Himmel über dem Iran bleibt sternenklar – aber nur, wenn keine Starlink-Satelliten dazwischenfunken. Willkommen im 21. Jahrhundert, aber bitte mit Baujahr 1394 (nach persischem Kalender und politischer Realität).

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