Iran-Krieg weitet sich aus: US-B
Der Konflikt rund um den Iran spitzt sich weiter zu und entwickelt sich zunehmend zu einem regionalen Flächenbrand. Nach Berichten aus Washington bereitet das US-Verteidigungsministerium offenbar mögliche Bodeneinsätze im Iran vor. Diese könnten sowohl Spezialeinheiten als auch reguläre Infanterie umfassen. Ob Präsident Donald Trump diesen Schritt tatsächlich genehmigt, ist derzeit jedoch offen.
Der Krieg befindet sich inzwischen in der fünften Woche. Die USA haben ihre militärische Präsenz massiv ausgeweitet: Marineinfanteristen wurden in den Nahen Osten verlegt, zudem steht die Entsendung tausender Soldaten der 82. Luftlandedivision im Raum. Insgesamt befinden sich bereits mehr als 50.000 US-Soldaten in der Region.
Neue Front: Huthi greifen Israel an
Parallel dazu hat sich der Konflikt weiter internationalisiert. Die Huthi-Rebellen im Jemen haben erstmals direkt in den Krieg eingegriffen und Israel mit Raketen angegriffen. Die Miliz bezeichnete dies als Reaktion auf die Angriffe gegen Iran und dessen Verbündete in der Region. Israel bestätigte den Raketenbeschuss, der offenbar abgefangen werden konnte.
Die Huthis sind Teil der sogenannten „Achse des Widerstands“, zu der auch die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gazastreifen zählen. Beobachter warnen, dass insbesondere die strategisch wichtige Meerenge von Bab al-Mandab erneut zum Ziel werden könnte – mit potenziell massiven Folgen für den globalen Handel und die Ölpreise.
Angriffe auf Golfstaaten nehmen zu
Auch in der Golfregion eskaliert die Lage weiter. Iranische Drohnen- und Raketenangriffe trafen zuletzt Ziele in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Oman und Kuwait. Dabei kam es zu Verletzten und erheblichen Sachschäden, unter anderem an Infrastruktur wie Flughäfen und Industrieanlagen.
Saudi-Arabien meldete abgefangene Raketen und Drohnen sowie verletzte US-Soldaten nach einem Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt. Ein direkter Einstieg Riads in den Krieg gilt als möglich – insbesondere, wenn wichtige Öl-Infrastruktur weiter unter Beschuss gerät.
Drohungen aus Teheran – Vergeltung angekündigt
Irans Präsident Massud Peseschkian drohte unterdessen mit weiteren Vergeltungsschlägen gegen Staaten der Region, sollten diese Angriffe auf iranisches Gebiet unterstützen. Gleichzeitig intensivierten die USA und Israel ihre Luftangriffe auf militärische und industrielle Ziele im Iran.
Auch Israel selbst bleibt Ziel iranischer Angriffe: Bei einem Raketenangriff wurden zuletzt mehrere Menschen verletzt und Gebäude schwer beschädigt.
Region am Rand der Eskalation
Seit Beginn der Angriffe Ende Februar haben die USA und Israel tausende Ziele im Iran attackiert. Gleichzeitig weitet sich der Konflikt zunehmend auf Nachbarländer aus – vom Irak bis zur Arabischen Halbinsel.
Mit dem möglichen Einstieg weiterer Akteure und der Vorbereitung von US-Bodentruppen wächst die Gefahr, dass aus dem bisherigen Konflikt ein umfassender regionaler Krieg wird – mit unabsehbaren Folgen für Sicherheit, Wirtschaft und die Stabilität im Nahen Osten.
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