Das Berliner Fintech Raisin ist ein Finanztechnologie-Unternehmen, das sich auf Spar- und Investmentprodukte spezialisiert hat. Bekannt ist Raisin vor allem durch seine Plattformen Weltsparen (in Deutschland) und Raisin (international), über die Kunden einfach und bequem Tages- und Festgeldkonten bei Banken in ganz Europa eröffnen können.
Wie funktioniert Raisin?
Raisin arbeitet als Vermittler zwischen Sparern und Banken. Anstatt dass Kunden sich bei verschiedenen Banken in Europa direkt anmelden müssen, können sie über Raisin ihr Geld bei Partnerbanken mit attraktiven Zinsen anlegen – oft zu besseren Konditionen als bei deutschen Banken.
Was macht Raisin besonders?
- Große Auswahl an Banken: Kunden können aus einer Vielzahl von Banken und Sparprodukten wählen.
- Einfacher Zugang zu europäischen Zinsen: Raisin ermöglicht es, ohne komplizierte Bürokratie in anderen Ländern Geld anzulegen.
- Einlagensicherung: Die Anlagen sind in der Regel über die jeweiligen nationalen Einlagensicherungssysteme bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt.
Ist Raisin eine Bank?
Nein, Raisin ist keine Bank, sondern eine Plattform zur Vermittlung von Finanzprodukten. Allerdings besitzt Raisin seit 2019 eine eigene Banklizenz (Raisin Bank), die hauptsächlich für Zahlungsabwicklungen genutzt wird.
Wie groß ist Raisin?
Raisin wurde 2012 in Berlin gegründet und hat sich seitdem stark entwickelt. Mittlerweile hat das Unternehmen:
- Über 1 Million Kunden in mehr als 30 Ländern,
- Mehr als 50 Partnerbanken in ganz Europa,
- Über 50 Milliarden Euro an vermittelten Einlagen.
Warum steht Raisin unter Beobachtung der BaFin?
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin prüft, ob Raisin als Finanzholding eingestuft werden sollte. Das würde bedeuten, dass Raisin strengeren Regeln für Banken unterliegen könnte – mit mehr Aufsicht, höheren Kapitalanforderungen und möglicherweise eingeschränktem Geschäftsmodell.
Fazit
Raisin hat den europäischen Sparmarkt revolutioniert und bietet eine einfache Möglichkeit, höhere Zinsen zu bekommen. Doch je größer das Fintech wird, desto stärker rückt es ins Visier der Aufsichtsbehörden.
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