Frage: Herr Blazek, ab dem 9. Oktober 2025 müssen Banken den Empfängernamen bei Überweisungen prüfen. Warum wird das eingeführt?
Blazek: Ganz einfach: Bisher hat keine Bank geschaut, ob der Name des Empfängers wirklich zur IBAN passt. Das hat Betrügern Tür und Tor geöffnet. Wenn jemand zum Beispiel eine falsche IBAN auf einer gefälschten Rechnung angegeben hat, konnte Geld leicht an die falsche Person fließen. Mit der neuen Regelung sinkt dieses Risiko.
Frage: Was bedeutet das konkret für Verbraucherinnen und Verbraucher?
Blazek: Wer überweist, bekommt künftig eine Rückmeldung von der Bank: „Name stimmt“, „Name ähnlich“ oder „Name passt nicht“. Bei einer Abweichung kann man die Daten prüfen und sich entscheiden: abbrechen, ändern oder trotzdem überweisen. Damit haben Bankkunden mehr Sicherheit, aber auch mehr Verantwortung.
Frage: Betrifft das alle Zahlungen?
Blazek: Nein. Nur Überweisungen in Euro zwischen Girokonten. Daueraufträge laufen weiter wie bisher – erst wenn man sie neu einrichtet oder ändert, greift die Prüfung. Lastschriften sind ausgeschlossen.
Frage: Und wie ist es mit Papier-Überweisungen am Schalter?
Blazek: Auch die werden geprüft, aber nur, wenn sie persönlich in der Filiale abgegeben werden. Dann teilt die Bank das Ergebnis direkt mit.
Frage: Was ist, wenn das Geld trotz Prüfung an die falsche Person geht?
Blazek: Wenn die Bank die vorgeschriebene Prüfung gemacht hat, trägt man als Kunde selbst die Verantwortung. Hat die Bank die Prüfung versäumt, muss sie den Schaden ersetzen. Deshalb ist es wichtig, die Hinweise im Online-Banking oder am Schalter ernst zu nehmen.
Frage: Manche Verbraucherinnen und Verbraucher finden die neue Kontrolle umständlich. Was sagen Sie dazu?
Blazek: Ja, es ist ein zusätzlicher Schritt. Aber er schützt uns vor Fehlern und vor Betrug. In der Vergangenheit haben viele Menschen durch falsche Überweisungen Geld verloren. Die Empfängerüberprüfung ist ein wirksames Werkzeug, um das zu verhindern.
👉 Kurz gesagt:
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Immer den richtigen Namen des Empfängers eintragen.
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Prüfen, was die Bank zurückmeldet.
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Bei Unstimmigkeiten lieber nachhaken, bevor das Geld weg ist.
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