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Inflation in den USA steigt wieder auf 3 % – Zinswende gerät ins Wanken

nadjadonauer (CC0), Pixabay
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Nach Monaten der Entspannung zieht die Inflation in den Vereinigten Staaten erneut an. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 3,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – der höchste Wert seit Januar. Damit liegt die Teuerung wieder am oberen Rand dessen, was die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) als vereinbar mit ihrem Inflationsziel ansieht.

Energiepreise treiben die Inflation an

Haupttreiber der Preisentwicklung waren vor allem höhere Energie- und Benzinkosten. Auch Lebensmittel verteuerten sich leicht um 3,1 Prozent, während die Preise für Dienstleistungen – insbesondere im Wohnsektor – weiterhin hoch bleiben.
Im Vergleich zum Vormonat legte der Verbraucherpreisindex um 0,3 Prozent zu.

Kerninflation stabil – aber Risiko bleibt

Die sogenannte Kerninflation, bei der Energie- und Lebensmittelpreise ausgeklammert werden, stieg um 0,2 Prozent im Monatsvergleich und liegt ebenfalls bei 3,0 Prozent im Jahresvergleich.
Damit bleibt die zugrunde liegende Teuerung zwar stabil, aber immer noch deutlich über dem langfristigen Ziel der Fed von 2 Prozent.

Finanzmärkte hoffen auf Zinssenkung – doch Unsicherheit wächst

Die neuen Daten kommen zu einem heiklen Zeitpunkt: An den Märkten hatte man fest mit einer weiteren Zinssenkung der Fed gerechnet, nachdem die Inflation in den Sommermonaten moderater ausgefallen war.
Nun könnte der Anstieg auf 3 Prozent diese Erwartungen dämpfen.
Während Aktienmärkte zunächst positiv reagierten – in der Hoffnung, dass die Kerninflation keine größere Beschleunigung zeigt –, war an den Anleihemärkten eine gewisse Nervosität zu spüren.

Wirtschaft zwischen Stabilität und Risiko

Die US-Wirtschaft wächst weiterhin solide, doch das Inflationsbild bleibt komplex. Steigende Energiepreise und robuste Konsumausgaben könnten den Preisdruck erneut verstärken.
Analysten warnen, dass sich der Preisanstieg verfestigen könnte, falls Löhne und Dienstleistungskosten weiter zulegen.

Fazit

Mit der Rückkehr der Inflation auf 3 Prozent ist die Hoffnung auf eine schnelle Zinswende zunächst getrübt. Zwar bleibt der Preisdruck moderat im Vergleich zu den Höchstständen des Jahres 2022, doch die Entwicklung zeigt: Der Kampf gegen die Inflation ist noch nicht gewonnen.

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