Am 8. Oktober findet in ganz Deutschland erneut die „Lange Nacht des Impfens“ statt. Zahlreiche Arztpraxen und Apotheken öffnen an diesem Tag bis in die späten Abendstunden, um Bürgerinnen und Bürgern eine unkomplizierte Möglichkeit zu bieten, sich gegen Corona und Grippe impfen zu lassen.
Wie auf der offiziellen Aktionsseite bekanntgegeben wurde, beteiligen sich in diesem Jahr mehr als 300 Einrichtungen. Die Initiative geht damit bereits in ihr drittes Jahr und hat sich als fester Bestandteil der jährlichen Impfsaison etabliert.
Ziel: Impflücken schließen und Prävention erleichtern
Mit der Aktion wollen Ärzte und Apotheker auf den Beginn der Grippe- und Corona-Impfsaison aufmerksam machen und die Impfbereitschaft in der Bevölkerung erhöhen. Gerade bei der Grippeschutzimpfung liegen die Impfquoten in Deutschland weiterhin deutlich unter den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI).
„Die ‚Lange Nacht des Impfens‘ soll es Menschen ermöglichen, sich auch außerhalb regulärer Öffnungszeiten unkompliziert schützen zu lassen – ohne Termin, nach Feierabend oder auf dem Heimweg“, erklären die Organisatoren.
Corona- und Grippeimpfung kombinierbar
Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr erneut die Auffrischungsimpfungen gegen SARS-CoV-2 sowie der klassische Grippeschutz. Fachleute betonen, dass beide Impfungen zeitgleich verabreicht werden können.
Gerade im Herbst und Winter, wenn Atemwegsinfektionen stark zunehmen, ist der Schutz vor Influenza und Corona besonders wichtig – insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere und medizinisches Personal.
Niedrigschwelliger Zugang als Erfolgsfaktor
Die „Lange Nacht des Impfens“ gilt als ein niedrigschwelliges Angebot, das sich an all jene richtet, die im Alltag nur schwer Zeit für Arztbesuche finden.
Durch flexible Öffnungszeiten, wohnortnahe Standorte und den Wegfall von Terminpflichten soll die Hürde zur Impfung möglichst gering bleiben. In vielen Regionen unterstützen auch kommunale Gesundheitsämter und Krankenkassen die Aktion.
Hintergrund: Impfbereitschaft geht zurück
Nach den pandemiebedingten Rekordwerten bei den Corona-Impfungen ist die Impfbereitschaft in Deutschland gesunken. Auch die Grippeimpfung nehmen deutlich weniger Menschen in Anspruch, als das RKI empfiehlt.
Gesundheitsexperten warnen, dass niedrige Impfquoten in der kalten Jahreszeit zu einer erhöhten Krankheitslast und mehr Arbeitsausfällen führen könnten.
Fazit
Mit der „Langen Nacht des Impfens“ wollen Ärztinnen, Apotheker und Gesundheitsorganisationen niedrigschwellig für Schutzimpfungen werben und ein Signal setzen, dass Prävention einfach und alltagstauglich sein kann.
Wer teilnehmen möchte, kann auf der Website der Aktion nachsehen, welche Praxen und Apotheken in der eigenen Region mitmachen.
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