Die Leipziger Staatsanwaltschaft hat den Immobilienunternehmer Christoph Gröner ins Visier genommen. Bei einer großangelegten Razzia wurden am Mittwoch Konzernbüros und private Adressen des Bauunternehmers durchsucht. Der Verdacht: Insolvenzverschleppung und das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen.
Gröner, einst gefeierter Bauentwickler und gern gesehener Gast bei gesellschaftlichen Veranstaltungen, sieht sich zunehmend mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Sein Konzern steckt tief in der Krise, begleitet von Insolvenzanträgen, Zahlungsausfällen und Schulden in Millionenhöhe. Kleine Handwerksbetriebe und Zulieferer warten teilweise seit Monaten auf ihr Geld.
Die Ermittler prüfen, ob Gröner und sein Management den Zeitpunkt der Zahlungsunfähigkeit absichtlich hinausgezögert haben. Laut Staatsanwaltschaft soll es offene Forderungen an Krankenkassen in sechsstelliger Höhe gegeben haben, die nur unter Druck beglichen wurden.
Die Razzia könnte der Anfang vom Ende für Gröners einstiges Immobilienimperium sein. Was bleibt, ist ein Bild von verschleppten Zahlungen, wütenden Gläubigern und einem Unternehmer, dessen einst glanzvolle Karriere nun im Schatten von Ermittlungen steht.
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