Startseite Allgemeines Immer dieser Oleg! – Europas meistgesuchter Laptop-Legastheniker
Allgemeines

Immer dieser Oleg! – Europas meistgesuchter Laptop-Legastheniker

vjkombajn (CC0), Pixabay
Teilen

Wenn’s nicht so kriminell wär, wär’s fast beeindruckend: Der Mann, der mit ein paar Klicks mehr Chaos anrichtet als ein Praktikant im Rechnungswesen.

Er ist 35, angeblich aus Joshkar-Ola, klingt wie ein unvergesslicher Wodka, ist aber ein digitaler Albtraum: Oleg Evgenievich Nefedov – auch bekannt unter seinen charmanten Nicknames wie tramp, kurva, Washingt0n oder S.Jimmi. Und wenn Ihnen das bekannt vorkommt – ja, das war der Typ, der Ihrem Lieblingsonlineshop das Licht ausgeknipst hat.

Oleg ist nicht etwa der neue DJ aus Berlin-Neukölln – nein, er ist Chef der „Black Basta“-Bande, was irgendwie klingt wie eine edle Espressomarke, aber leider nichts mit Koffein und alles mit Kryptogeld zu tun hat.

Seine Masche: Daten weg, Kohle her!

Seit 2022 hat Oleg mit seiner DIY-Erpressersoftware „Black Basta“ Unternehmen weltweit das Fürchten gelehrt. Krankenhäuser, Behörden, Firmen – niemand war sicher vor seiner ungebetenen Mail:
„Hallo, wir haben Ihre Daten. Wenn Sie sie wiederhaben wollen, überweisen Sie uns bitte 4.000 Bitcoin. Schönes Wochenende!“

So oder ähnlich klang das dann. Dass die Schadsoftware ausgerechnet selbst programmiert war, macht die Sache nicht besser.
Und dann kommt noch raus: Der Mann hat das ganze als eine Art Cyber-Mittelstandsunternehmen organisiert – mit Mitarbeitereinteilung, Gehaltsabrechnung und vermutlich einem wöchentlichen „Hack’n’Talk“-Meeting.

Der Schaden: Millionen futsch, und der Typ? Verschwunden.

Interpol, Europol, BKA und wahrscheinlich auch Oma Gerda aus der Buchhaltung – alle suchen sie Oleg. Die Behörden gehen von über 700 betroffenen Unternehmen weltweit aus. Und alleine in Deutschland liegt der Schaden bei über 20 Millionen Euro. Damit könnte man ein mittelgroßes Flughafen-Terminal bauen – oder eine halbe Baugenehmigung in Berlin beantragen.

Sein aktueller Aufenthaltsort? Unklar. Vermutlich irgendwo in Russland, auf einem ergonomischen Gamingstuhl, mit Blick auf das nächste Ziel.

Die Polizei fragt nun:

  • Haben Sie Oleg gesehen?

  • Haben Sie Kontakt zu jemandem, der mit „kurva“ unterschreibt?

  • Hat sich jemand bei Ihnen als S.Jimmi vorgestellt und wollte plötzlich Bitcoin?

Dann melden Sie sich nicht bei Ihrem IT-Support, sondern beim Bundeskriminalamt – bitte mit Screenshot, IP-Adresse und ggf. einer Träne im Knopfloch.


Fazit:
Oleg, du bist zweifellos begabt – aber vielleicht solltest du dich in Zukunft auf Escape Rooms konzentrieren, statt auf Ransomware.
Und an alle anderen: Backups machen, E-Mails doppelt lesen – und niemals auf Links klicken, die nach „Basta“ klingen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

GB:Met-Polizeichef: „Ich verstehe, warum Frauen der Polizei nicht vertrauen“

Fünf Jahre nach der Ermordung von Sarah Everard hat der Chef der...

Allgemeines

China entfernt drei ehemalige Generäle aus politischem Beratungsgremium

Wenige Tage vor dem Beginn der wichtigsten politischen Jahrestagung Chinas hat die...

Allgemeines

Britische Regierung betont enge Zusammenarbeit mit den USA nach Kritik von Trump

Die britische Regierung hat bekräftigt, weiterhin eng mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten,...

Allgemeines

Behörden identifizieren Opfer der tödlichen Schießerei vor Bar in Austin

Nach der tödlichen Schießerei vor einer Bar in Austin im US-Bundesstaat Texas...