Startseite Allgemeines Identitätsdiebstahl zulasten der BI Management A/S, Kopenhagen: BaFin ermittelt wegen des Angebots zum Erwerb von Aktien
Allgemeines

Identitätsdiebstahl zulasten der BI Management A/S, Kopenhagen: BaFin ermittelt wegen des Angebots zum Erwerb von Aktien

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
Teilen

Ein unbekannter Anbieter wendet sich unter der Bezeichnung der BI Management A/S an deutsche Anlegerinnen und Anleger, um ihnen „Starlink-Aktien“, „Klarna-Aktien“ und „TikTok/ByteDance-Aktien“ anzubieten. Der unbekannte Anbieter verlinkt auf seiner Website bimanagement.net widerrechtlich auf die Erlaubnis der BI Management A/S in der Unternehmensdatenbank der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Bei dem Anbieter handelt es sich aber nicht um die BI Management A/S. Es liegt vielmehr ein Identitätsdiebstahl vor. Darauf weist die BaFin hin.

In jüngster Zeit häufen sich die Meldungen von Betrugsversuchen, bei denen Aktien bekannter Gesellschaften zur Zeichnung angeboten werden. Diese Aktien werden jedoch nach Zahlung durch die Käufer nicht geliefert und die Anbieter sind nicht mehr erreichbar; in einigen Fällen existieren die angebotenen Aktien noch nicht einmal.

Die BaFin rät daher Verbraucherinnen und Verbrauchern, bei Geldanlagen im Internet äußerst vorsichtig zu sein und vorab gründlich zu recherchieren, um Betrugsversuche rechtzeitig zu erkennen.

Zum Hintergrund: In Deutschland dürfen Wertpapiere im Grundsatz – das heißt vorbehaltlich einer Prospektausnahme – nicht ohne die Veröffentlichung eines von der BaFin zuvor gebilligten Prospekts öffentlich angeboten werden. Im Rahmen einer solchen Billigung prüft die BaFin, ob der Prospekt die gesetzlich geforderten Mindestangaben enthält und ob sein Inhalt verständlich und kohärent (widerspruchsfrei) ist. Sie prüft die Prospektangaben jedoch nicht auf inhaltliche Richtigkeit. Ebenso erfolgt weder eine Überprüfung der Seriosität des Emittenten noch eine Kontrolle des Produkts.

Im Zusammenhang mit den oben genannten Aktien sind Wertpapierverkaufsprospekte bei der BaFin nicht zur Billigung eingereicht worden. Ob für ein öffentliches Angebot von Wertpapieren ein gebilligter Prospekt bei der BaFin hinterlegt ist, können Sie in der Datenbank Hinterlegte Prospekte überprüfen.

Außerdem benötigen Unternehmen, die Verbrauchern Wertpiere anderer Unternehmen zum Kauf anbieten, hierfür eine Erlaubnis der BaFin. Dies gilt auch für vorbörsliche Aktien. Informationen darüber, ob ein bestimmtes Unternehmen über eine Erlaubnis verfügt, finden Sie in der Unternehmensdatenbank.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Gold-Zielkauf mit 2 % Rabatt – sinnvoll oder riskant?

Ein Nutzer hat ein Goldmodell aus der Schweiz vorgestellt, bei dem Anleger...

Allgemeines

Ehemaliger Anti-Terror-Chef der USA wegen möglicher Geheimnisverrat-Ermittlungen im Fokus

Der frühere Leiter des US-Zentrums zur Terrorismusbekämpfung, Joe Kent, steht offenbar im...

Allgemeines

Angriffe auf Energieanlagen treiben Ölpreise in die Höhe – Sorge vor globalen Folgen wächst

Die Eskalation im Nahen Osten verschärft die Lage auf den Energiemärkten: Angriffe...

Allgemeines

Neue iPhone-Spyware „Darksword“ entdeckt: Millionen Geräte potenziell betroffen

Sicherheitsforscher haben eine neue Schadsoftware identifiziert, die gezielt iPhones und andere Apple-Geräte...