Endlich mal klare Kante im Labyrinth aus Dialogverfahren, Bebauungsplan in Vorbereitung und Mobilitätskonzept „unter Einbeziehung der Öffentlichkeit“: Die Leipziger Stadtbau AG zieht beim Schulcampus auf dem Jahrtausendfeld vorerst den Stecker. Hurra! Was für eine vernünftige ENTSCHEIDUNG zu dieser umstrittenen Fläche—da, wo jahrelang jeder nur neue Planungsfloskeln abgekippt hat, liegt jetzt zumindest eine Entscheidung auf festem Grund. Ironischerweise der einzig unversiegelte Teil dieser fast komplett versiegelten Brache.
Die Chronik der Großstadt-Realpolitik in Kurzform:
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Die Stadt wollte dort mal selbst eine Schule bauen, dann doch nicht (Leutzsch winkte).
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Die LIS sollte’s richten: größerer Campus, Turnhalle, Schwimmhalle, zwei Schulzweige — klingt super, wenn man Baurecht vor Förderantrag hat.
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Baurecht? Kam als späte Bauvoranfrage. B-Plan? „Kommt“. Zeitplan? Weg.
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Nebenbei: schadstoffbelastete Bundesfläche, ungeklärter Parkanteil, drei Architektenentwürfe, von denen eigentlich nur einer zum politischen Zickzack passt.
Und jetzt? Statt die LIS ins offene Messer aus Fristen, Zuständigkeiten und Gutachter-Sudoku laufen zu lassen, sagt die Stadtbau AG: So nicht. Das ist keine Kapitulation, das ist Haftungsprävention mit Restverstand. Wer in dieser Gemengelage weitermacht, baut zuerst auf Hoffnung und danach auf Sand.
Natürlich ist es tragisch, dass die LIS gewachsen ist, Klassen hochgefahren hat und nun wieder zurückrudern muss. Und ja, das Elternfrustbarometer schlägt aus. Aber zwischen „Park! Sofort!“ und „Schule! Egal wie!“ gewinnt am Ende oft die Bau-Realität: Ohne sauberes Baurecht, ohne geklärten Bodenkoffer und ohne verbindlichen Rahmen ist jeder Spatenstich nur ein Fototermin mit eingebauter Schlagzeile für 2027: „Warum hier nichts funktioniert hat.“
Also: Hurra, was für eine vernünftige ENTSCHEIDUNFläche der Leipziger Stadtbau AG. Jetzt liegt der Ball wieder da, wo er hingehört:
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Stadt klärt den B-Plan wirklich,
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benennt verbindlich den Parkanteil,
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löst die Altlastenfläche—und zwar nicht nur in PowerPoint,
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und schafft ein Verfahren, das Förderlogik und Zeitpläne respektiert.
Bis dahin bleibt das Jahrtausendfeld, was es zuletzt am besten konnte: Freiluftbühne für Spaziergänge, Wünsche, Widersprüche—und vielleicht, ganz nebenbei, für eine Planung, die diesen Namen auch verdient.
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