Am internationalen Flughafen von Hongkong hat sich in der Nacht zu Montag ein schweres Unglück ereignet. Eine Frachtmaschine vom Typ Boeing 747-481, die unter der Kennung Emirates Flug EK9788 für die türkische Frachtgesellschaft Air ACT Cargo im Einsatz war, kam bei der Landung von der Startbahn ab und stürzte ins Meer.
Nach Angaben der Zivilluftfahrtbehörde Hongkongs ereignete sich der Unfall gegen 3:50 Uhr Ortszeit (19:50 Uhr MEZ). Das Flugzeug war aus Dubai gekommen und kollidierte bei der Landung mit einem Fahrzeug auf der nördlichen Startbahn des Flughafens Chek Lap Kok.
Zwei Mitarbeiter des Bodenpersonals stürzten dabei ins Meer. Beide konnten zunächst geborgen werden, erlagen jedoch später im Krankenhaus ihren Verletzungen, wie lokale Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten.
Die vier Besatzungsmitglieder an Bord der Maschine überlebten und wurden ebenfalls in Krankenhäuser gebracht.
Großeinsatz am Flughafen
Unmittelbar nach dem Unfall wurden Hubschrauber der Government Flying Service sowie Schiffe der Feuerwehr eingesetzt, um nach Überlebenden zu suchen und auslaufendes Kerosin einzudämmen. Bilder zeigten den beschädigten Rumpf der Boeing teilweise im Wasser liegend, während Rettungskräfte mit Booten im Einsatz waren.
Die betroffene Startbahn bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Die beiden anderen Bahnen des Flughafens sind weiterhin in Betrieb, sodass der Flugverkehr eingeschränkt, aber nicht vollständig unterbrochen ist. Nach Angaben der Flughafenbehörde Hongkong wurden bislang mindestens elf für Montag geplante Frachtflüge gestrichen.
Pressekonferenz angekündigt
Die Flughafenbehörde will am Vormittag (10:00 Uhr Ortszeit / 02:00 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz geben und erste Untersuchungsergebnisse bekanntgeben.
Der Flughafen von Hongkong zählt zu den größten Luftfrachtzentren der Welt und hat in der Vergangenheit eine hohe Sicherheitsbilanz vorzuweisen. Unfälle dieser Art sind dort äußerst selten.
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