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Heiliges Schnäppchen: Papst-Leica bringt schlappe 6,5 Millionen Euro

DariuszSankowski (CC0), Pixabay
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Was tut man, wenn man Papst ist, eine Leica-Kamera geschenkt bekommt und sie eigentlich gar nicht braucht? Richtig – man versteigert sie. Und das nicht etwa zum Schnäppchenpreis, sondern gleich für schlanke 6,5 Millionen Euro. So geschehen am Samstag im ehrwürdigen Hotel Imperial, wo sich ein paar Kamerafans offenbar ein kleines Bietergefecht im fünfstelligen Bereich zu langweilig fanden.

Die Leica M-A, vom Hersteller 2024 liebevoll mit päpstlichen Insignien und der besonders runden Seriennummer 5000000 veredelt, sollte ursprünglich auf 60.000 bis 70.000 Euro geschätzt werden. Aber hey, wer schaut bei so einem heil(ig)en Gerät schon aufs Kleingeld?

Bietergipfel im Hotel Imperial

„Eines der spannendsten Bietergefechte in der Geschichte unseres Auktionshauses“, frohlockte Alexander Sedlak von der Leitz Photographica Auction. Verständlich – so eine Kamera mit eingebautem Segen verkauft sich schließlich nicht jeden Tag.

Der Papst, zu Lebzeiten offenbar nicht nur spirituell, sondern auch marketingtechnisch gesegnet, entschied nach der feierlichen Übergabe kurzerhand: Das Teil wird versilbert – für den guten Zweck, natürlich. Dass sich die Versteigerung aufgrund seines Todes ein wenig verzögerte, kann man dem Heiligen Vater wohl kaum verübeln.

Immerhin fließt der Erlös jetzt direkt in seine eigene Wohltätigkeitsorganisation. Eine Leica, 6,5 Millionen Euro und ein Hauch von Ewigkeit – da lacht auch die Buchhaltung des Vatikan.

Royale Kamera zum Sonderpreis

Und weil es so schön war, gab’s noch ein bisschen historische Prominenz obendrauf: Eine Ersatz-Leica, die eigentlich für Queen Elizabeth II gedacht war – falls ihr die Originalkamera abhandenkommt. Damals, 1958, überreichte Bundespräsident Theodor Heuss ihr das Original persönlich. Die Ersatzkamera mit eingravierter Widmung ging nun für 156.000 Euro über den Tisch. Ein echtes Schnäppchen im Vergleich zur Papst-Edition – fast schon ein Kameraflohmarkt.

Fazit:

Religiöse Devotion trifft Sammlerleidenschaft – und der gute Zweck bekommt das göttliche Kleingeld. Halleluja, Leica

 

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