Der Londoner Flughafen Heathrow, einer der wichtigsten internationalen Drehkreuze, steht still. Ein Großbrand in einem nahegelegenen Umspannwerk führte zu einem massiven Stromausfall – mit katastrophalen Folgen für den Flugverkehr.
Mehr als 1.300 Flüge wurden gestrichen oder umgeleitet, bis zu 145.000 Passagiere sind betroffen. „Reisen Sie unter keinen Umständen zum Flughafen“, warnte die Flughafenleitung und verwies auf „signifikante Störungen“ in den kommenden Tagen.
In den späten Abendstunden des Donnerstags brach ein Feuer in einem Umspannwerk in West-London aus, das Heathrow mit Strom versorgt. Die Folge: ein kompletter Blackout am Flughafen, der den Betrieb vollständig zum Erliegen brachte.
Die Feuerwehr kämpft mit einem Großaufgebot gegen die Flammen, während der britische Netzbetreiber National Grid „mit Hochdruck“ daran arbeitet, die Stromversorgung wiederherzustellen. Ein schnelles Ende des Chaos ist jedoch nicht in Sicht.
Die Folgen des Heathrow-Ausfalls sind rund um den Globus spürbar. Flüge von New York, Singapur, Paris oder Perth wurden umgeleitet, gestrichen oder kehrten mitten über dem Atlantik um.
Ein Passagier auf einem Delta-Flug von den USA nach London berichtete: „Wir waren drei Stunden in der Luft, dann hieß es plötzlich: Wir fliegen zurück.“
Auch emotionale Reisepläne liegen in Trümmern: Ein Mann wollte seinen krebskranken Vater besuchen, eine Familie war auf dem Weg zu einer lang ersehnten Hochzeit – nun sind sie gestrandet.
Luftfahrtexperten kritisieren scharf, dass Heathrow offenbar keine funktionierende Notstromversorgung hat. „Das ist einer der wichtigsten Flughäfen der Welt – wie kann es sein, dass ein Brand ihn komplett lahmlegt?“, fragte ein Analyst.
Mit der Wiederaufnahme des normalen Betriebs wird erst in den kommenden Tagen gerechnet – für Reisende bleibt nur eins: abwarten, umbuchen und hoffen.
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