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Harrison Ford scherzt über Lebenswerk-Preis: „Ist das nicht etwas früh?“

qimono (CC0), Pixabay
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Hollywood-Star Harrison Ford hat die Verleihung eines Lebenswerk-Preises mit Humor genommen. Bei den 2026 Actor Awards wurde der 83-Jährige mit dem SAG-AFTRA Life Achievement Award geehrt – und zeigte sich dabei gewohnt selbstironisch.

„Fühlt sich ein bisschen seltsam an, einen Preis fürs Lebenswerk zur Halbzeit meiner Karriere zu bekommen“, sagte Ford unter dem Gelächter des Publikums. „Ist das nicht ein bisschen früh? Ich arbeite doch noch.“

Die Auszeichnung nahm er aus den Händen seines langjährigen Weggefährten Woody Harrelson entgegen. Ford betonte, er sei „unglaublich dankbar“ für die Ehrung. Zugleich zeigte er sich bescheiden: „Ich bin hier in einem Raum voller Schauspieler, viele von ihnen sind nominiert für ihre großartige Arbeit. Und ich bekomme einen Preis dafür, dass ich noch lebe.“

Dank an Wegbereiter

Ford, der seine Karriere in den 1960er-Jahren begann, erinnerte daran, dass sein Weg zum Ruhm keineswegs geradlinig verlief. Rund 15 Jahre habe er sich mit kleineren Rollen und Nebenjobs – unter anderem als Tischler – über Wasser gehalten, bevor ihm schließlich der Durchbruch gelang.

„Nichts davon ist allein passiert“, sagte er und dankte insbesondere Regisseur George Lucas und Steven Spielberg, mit denen er Filmgeschichte schrieb – etwa in „Star Wars“ und „Indiana Jones“.

Auch dem Casting-Direktor Fred Roos und seinem langjährigen Manager Pat McQueeny sprach er seinen Dank aus. Beide hätten ihn in schwierigen Zeiten unterstützt. „Ohne sie wäre ich nicht hier“, sagte Ford. Zwar seien sie inzwischen verstorben, doch es sei ihm wichtig gewesen, ihnen öffentlich zu danken.

„Ich habe meine Berufung gefunden“

Emotional wurde Ford, als er von seiner Studienzeit erzählte. Im dritten College-Jahr habe er sich verloren und isoliert gefühlt – bis er auf eine Theatergruppe stieß.

„Die Menschen, die ich früher für Außenseiter hielt, wurden zu meinen Leuten“, sagte er. „Ich habe meine Berufung gefunden – ein Leben im Geschichtenerzählen.“

Die Schauspielerei ermögliche es ihm, „viele Leben zu leben“ und Geschichten zu erzählen, die Menschen emotional verbinden. „Manchmal ist es Unterhaltung. Manchmal ist es Kunst. Und manchmal haben wir das Glück, beides zugleich zu schaffen.“

Verantwortung und Zusammenhalt

Ford betonte auch die Verantwortung innerhalb der Branche. Schauspieler arbeiteten in einer Welt der Ideen, der Empathie und der Vorstellungskraft. Dieses Privileg bringe die Verpflichtung mit sich, einander zu unterstützen.

„Die Tür offen halten für das nächste Kind“, sagte er. „Für den nächsten verlorenen Jungen, der nach einem Ort sucht, an dem er dazugehört.“

Sichtlich bewegt schloss Ford seine Rede mit den Worten, er sei ein „glücklicher Mann“ – glücklich, seine Menschen gefunden zu haben, eine erfüllende Arbeit zu haben und sie immer noch ausüben zu dürfen.

„Ich halte das nicht für selbstverständlich“, sagte er, bevor sich der Saal zu stehenden Ovationen erhob.

Würdigung einer außergewöhnlichen Karriere

Der SAG-AFTRA Life Achievement Award wird jährlich an eine Persönlichkeit verliehen, die „die höchsten Ideale des Schauspielberufs“ verkörpert. Neben künstlerischen Leistungen würdigt die Auszeichnung auch humanitäres und gesellschaftliches Engagement.

Die Schauspielergewerkschaft bezeichnete Ford als einen Darsteller, dessen ikonische Figuren die Popkultur nachhaltig geprägt hätten. SAG-AFTRA-Präsident Sean Astin nannte ihn „einen Schauspieler, dessen Charaktere die Weltkultur mitgeformt haben“.

Mit Rollen in Blockbustern wie „Star Wars“ und „Indiana Jones“ gehört Harrison Ford seit Jahrzehnten zu den prägendsten Gesichtern Hollywoods – und denkt offenbar noch lange nicht ans Aufhören.

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