Der hochverschuldete Luxuskonzern Kering (Gucci, Balenciaga, „Warum kostet das so viel?“) hat beschlossen, dass Schönheit von innen kommt – genauer gesagt: von L’Oréal. Das erst im vergangenen Jahr gegründete Kosmetikgeschäft wird für vier Milliarden Euro an den französischen Pflegegiganten verkauft.
Damit sichert sich L’Oréal nicht nur die Parfumlinie Creed (bekannt aus jeder Männerdusche mit zu viel Ego), sondern auch eine 50-jährige Exklusivlizenz, um Düfte und Cremes für Bottega Veneta, Balenciaga und McQueen zu entwickeln. Kurz gesagt: L’Oréal darf jetzt 50 Jahre lang teuer riechende Luft in hübsche Flakons füllen.
Kering-Chef Luca De Meo, seit September im Amt, hat damit einen Duft von Vernunft versprüht: Die Schulden des Konzerns – rund 9,5 Milliarden Euro plus sechs Milliarden Leasingverbindlichkeiten – riechen nämlich weniger nach Luxus und mehr nach Dispo-Kredit. Anleger atmen auf: Endlich mal ein Duft, der nach Liquidität riecht.
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