Das Leipziger Gewandhaus, eines der bekanntesten Konzerthäuser Deutschlands, setzt ein deutliches Zeichen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit: Das Dach des Gebäudes wurde großflächig begrünt. Wie das Management mitteilt, wurden auf einer Fläche von etwa 800 Quadratmetern verschiedene Grünpflanzen rund um die bereits vorhandenen Solarmodule eingesetzt.
Ziel des Projekts ist es, das Mikroklima in der Innenstadt Leipzigs positiv zu beeinflussen. Begrünte Dächer tragen zur Verbesserung der Luftqualität, zur Bindung von Feinstaub und zur Abkühlung der Umgebung bei – ein nicht zu unterschätzender Effekt in zunehmend heißeren Sommermonaten. Außerdem können sie Regenwasser besser speichern und so die Kanalisation entlasten.
„Wir möchten als Kulturinstitution nicht nur musikalische Impulse geben, sondern auch Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen“, betont die Leitung des Gewandhauses. „Mit dem begrünten Dach kombinieren wir ökologische Vorteile mit einer Aufwertung unserer Gebäudestruktur.“
Die Kosten des Projekts belaufen sich auf rund 350.000 Euro. Finanziert wird das Vorhaben teils aus dem eigenen Haushalt des Gewandhauses sowie durch Zuschüsse der Stadt Leipzig. Die Investition sei, so die Verantwortlichen, auch als Vorbild für andere Kultureinrichtungen gedacht, die ebenfalls nachhaltige Maßnahmen umsetzen möchten.
In Kombination mit der bereits installierten Photovoltaikanlage, die einen Teil des Strombedarfs des Hauses deckt, entsteht so ein zukunftsweisendes Energiekonzept mitten im Leipziger Stadtzentrum.
Mit dem begrünten Dach beweist das Gewandhaus, dass Kultur und Klimaschutz Hand in Hand gehen können – und dass auch traditionsreiche Einrichtungen bereit sind, neue Wege zu gehen.
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