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Große Sorge um Europas Datendrähte: Ein Drama in der Ostsee

purpleivy (CC0), Pixabay
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Finnland und Deutschland sind alarmiert – ein Datenkabel in der Ostsee ist beschädigt. Und weil man heutzutage ja nichts mehr dem Zufall überlässt, vermutet man natürlich gleich das Schlimmste. „Absichtliche Beschädigung“, tönt es aus den Außenministerien beider Länder in einer ernsten, gestern Abend veröffentlichten Stellungnahme. Man kann sich förmlich vorstellen, wie tief die Stirnfalten der Verantwortlichen waren, während sie diese Worte tippten.

Natürlich geht es hier nicht nur um ein kaputtes Kabel. Nein, das ist ein Angriff auf die Sicherheit Europas, nichts weniger! Denn wie wir alle wissen, wird unser Kontinent nicht nur durch den russischen Angriffskrieg bedroht, sondern auch durch hybride Kriegsführung. Ein Begriff, der inzwischen für alles Mögliche herhalten muss – von mutmaßlicher Wahlbeeinflussung bis zu einem Fischkutter, der angeblich in die falsche Richtung schippert.

Selbstverständlich wurde sofort eine Untersuchung eingeleitet. Denn so etwas muss geklärt werden! Schließlich ist die kritische Infrastruktur Europas in Gefahr. „Der Schutz unserer gemeinsamen kritischen Infrastruktur ist entscheidend für unsere Sicherheit und die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaften“, so die ernste Botschaft. Ein Satz, der nicht nur klingt, als hätte man ihn direkt aus einem EU-Policy-Papier kopiert, sondern der auch sicherstellen soll, dass wirklich alle Bescheid wissen: Hier ist was Großes im Gange.

Das beschädigte Glasfaserkabel, stolze 1.170 Kilometer lang, verbindet Helsinki und Rostock – zwei Städte, die man spontan nicht unbedingt als die tragenden Säulen des europäischen Internets bezeichnet hätte. Aber gut, immerhin verknüpft das Kabel Datenzentren in Kontinentaleuropa mit denen in Skandinavien. Ohne dieses Kabel? Möglicherweise der komplette Zusammenbruch von Streamingdiensten, Online-Shopping und – Gott bewahre – Social Media!

Der Vorfall ereignete sich übrigens in schwedischen Gewässern, fernab der verkehrsreichsten Schifffahrtsgebiete. Das sagt zumindest das finnische Staatsunternehmen Cinia, das sich vermutlich über die plötzliche Aufmerksamkeit für ein Glasfaserkabel freut, das sonst kaum jemand bemerkt hätte. Aber wer braucht schon U-Boote oder Spionagesatelliten, wenn ein Datenkabel in der Ostsee zum Politkrimi taugt?

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