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Große Mehrheit will Social Media erst ab 16 – Sorge um Handysucht und seelische Belastungen wächst

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Die Debatte um den richtigen Umgang mit sozialen Medien bekommt neuen Auftrieb: Eine repräsentative Umfrage des Ifo-Instituts zeigt, dass eine deutliche Mehrheit der Deutschen eine strengere Altersgrenze fordert. 85 Prozent der Erwachsenen sprechen sich dafür aus, Social-Media-Accounts erst ab 16 Jahren zu erlauben.

Zustimmung auch bei Jugendlichen selbst

Überraschend ist, dass selbst viele Jugendliche diese Haltung teilen. Laut Ifo-Umfrage befürworten 47 Prozent der 14- bis 17-Jährigen eine Altersgrenze von 16 Jahren. Das zeigt, dass auch die junge Generation die Risiken der intensiven Social-Media-Nutzung durchaus wahrnimmt.

Gründe für die Skepsis

Die wachsende Kritik an sozialen Netzwerken hat konkrete Ursachen. Immer häufiger werden negative Folgen für Kinder und Jugendliche genannt:

  • Handysucht und ständige Ablenkung: Viele verbringen täglich mehrere Stunden in sozialen Netzwerken – oft mit Auswirkungen auf Schule, Hobbys und Sozialleben.

  • Konzentrations- und Schlafprobleme: Push-Nachrichten, endloses Scrollen und nächtliche Nutzung stören Lernphasen und Schlafrhythmus.

  • Seelische Belastungen: Vergleichsdruck, Cybermobbing und die ständige Inszenierung in den sozialen Medien können das Selbstwertgefühl schwächen und psychische Probleme verstärken.

Politische Dimension

Die Ergebnisse der Umfrage könnten die Diskussion über eine strengere Regulierung von Social-Media-Diensten neu beleben. Bisher liegt die Altersgrenze für die Nutzung in der EU bei 13 Jahren, in manchen Fällen sogar darunter, wenn Eltern einwilligen. Angesichts der hohen Zustimmung in der Bevölkerung dürfte der Druck auf die Politik steigen, einheitliche und strengere Regeln einzuführen.

Zwischen Freiheit und Schutz

Während Kritiker vor übermäßiger Bevormundung warnen, argumentieren Befürworter, dass Kinder und Jugendliche besser vor den Risiken digitaler Plattformen geschützt werden müssen. Die Umfrage zeigt jedenfalls: Der Wunsch nach klaren Grenzen ist in der Gesellschaft deutlich spürbar – und reicht weit über die Elternschaft hinaus.

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