Der britische Premierminister Keir Starmer hat bei einem Besuch in Albanien angekündigt, sogenannte „Rückführungszentren“ in Drittländern einzurichten, um abgelehnte Asylbewerber schneller zurückzuführen. Diese Maßnahme soll Teil einer härteren Gangart gegen irreguläre Migration sein.
Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem albanischen Regierungschef Edi Rama in der Hauptstadt Tirana sagte Starmer:
„Wenn jemand das System im Vereinigten Königreich durchlaufen hat, muss er zurückgeführt werden.“
Starmer betonte, dass die britische Regierung bereits mit mehreren Ländern über die Einrichtung solcher Zentren verhandle, ohne jedoch konkrete Angaben zu den Ländern oder zur Umsetzung zu machen.
Die Ankündigung erfolgt in einer Phase zunehmenden Drucks auf die Labour-Regierung. Bei einer Nachwahl im Mai musste die Partei eine Niederlage gegen die rechtspopulistische Reform UK hinnehmen. In aktuellen Umfragen hat die Reformpartei die Sozialdemokraten sogar überholt.
Bereits in der Vorwoche hatte die britische Regierung Maßnahmen angekündigt, um ausländische Straftäter vermehrt abzuschieben und die Anforderungen für Arbeitsvisa zu verschärfen.
Schon unter der vorherigen konservativen Regierung wurde ein Migrationsabkommen mit Albanien geschlossen. Es erlaubt Großbritannien, albanische Migranten, die den Ärmelkanal illegal überqueren, umgehend zurückzuschicken. Laut Angaben aus Starmers Büro wurden im letzten Jahr 5.294 Menschen auf diesem Weg rückgeführt.
Mit den geplanten Rückführungszentren in Drittländern möchte Starmer den Druck auf das britische Asylsystem weiter reduzieren und die Rückführung abgelehnter Asylbewerber beschleunigen.
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