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Grönland zum Mitnehmen – Tech-Bros, Trump und die große Insel-Shoppingtour

CatsWithGlasses (CC0), Pixabay
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Wenn Milliardäre träumen, dann nicht von Yachten. Die haben sie ja schon. Nein, die neue heiße Ware auf dem geopolitischen Schwarzmarkt heißt: Grönland. Und US-Präsident Donald Trump hat längst verstanden: Wer heute Weltpolitik machen will, braucht keine Vision – nur sehr reiche Freunde mit sehr seltsamen Hobbys.

Trump begründet sein „Projekt Eisland“ mit nationaler Sicherheit – und meint damit vermutlich die Sicherheit seiner Wahlkampfkasse. Denn hinter der „strategischen Partnerschaft“ mit Grönland stehen keine Generäle, sondern die heiligen Drei Könige des Silicon Valley: Elon (der Marsianer), Peter (der Libertäre) und Ronald (der Kosmetikerbe).

Lauder, der Lipgloss-Diplomat

Ronald S. Lauder, ein Mann, der aussieht wie ein wandelnder Duftspender, soll Trump die Grönland-Idee bereits 2018 ins Ohr geflüstert haben. Damals war Trump gerade auf der Suche nach einem neuen Golfplatz – am liebsten mit Eisbergen. Lauder investierte daraufhin in diverse Grönland-Projekte, darunter auch ein Unternehmen für Luxus-Quellwasser, das klingt wie „Flüssigkeit für Menschen, die stilles Wasser zu langweilig finden“.

Dass der Schwiegersohn der grönländischen Außenministerin zufällig Mitbesitzer ist? Ein Schelm, wer hier strategische Einflussnahme wittert. In Wahrheit geht’s laut Lauder ja nur um die „Partnerschaft“. Und um seltene Erden. Und um AI. Und Freiheit. Und Edelwasser.

Tech-Goldrausch im Eis

Laut dem investigativen Magazin New Republic handelt es sich bei Trumps Grönland-Offensive um ein „oligarchisches Investitions-Bingo“. Wer Trump liebt, baggert jetzt in Grönland: nach Zink, Gold, Kobalt – und moralischer Orientierung.

Auch KoBold Metals, unterstützt von Bill Gates, Jeff Bezos, Sam Altman und womöglich sogar Mark Zuckerberg, mischt mit. Das Unternehmen bestreitet zwar, aktuell aktiv zu sein, räumt aber ein, 2022 mal kurz für schlappe 13 Millionen Dollar „exploriert“ zu haben. Wahrscheinlich nur aus Versehen.

Thiels Traum: Ein Start-up ohne Demokratie

Doch nicht alle wollen schürfen – manche wollen einfach nur die westliche Zivilisation rebooten, am liebsten ohne Wahlen. Palantir-Gründer Peter Thiel träumt vom Grönland der Zukunft: einer „Freiheitsstadt“, wo KI, Raketen und Kleinstaaterei fröhlich miteinander tanzen. Motto: Kapitalismus ohne Aufsicht, aber mit Seasteading.

Hier soll es keine Bürokratie geben, keine Regeln, keine Lohnnebenkosten – nur Start-ups, Drohnen-Taxis und vollautomatisierte Steuerfreiheit. Und falls das nicht klappt, gibt’s immer noch den Plan B: die Marskolonie. Oder Honduras. Oder ein schwimmender Container im Atlantik.

Grönland als Prototyp für den Mars

Hinter der Praxis-Fantasie steht Ex-Surfer Dryden Brown, eine Art Elon Musk für Leute, denen Elon Musk zu staatsgläubig ist. Sein Ziel: Städte bauen, in denen keine Regierung nervt. Also quasi: Silicon Valley ohne Kalifornien.

Ken Howery, Ex-Botschafter und PayPal-Dude, soll laut Berichten sogar Grönland-Gespräche für Trump geführt haben – vermutlich zwischen einem Kitesurf-Kurs und einem Zoom-Call mit SpaceX. Denn, so Praxis-Gründer Brown: Grönland ist der perfekte Testlauf für die Kolonisierung des Mars. Wenn du dort leben kannst, kannst du überall leben. Außer in Brüssel. Da regiert die EU.

Fazit: Demokratie war gestern – jetzt regieren die „Tech-Götter der Arktis“

Was früher als imperialistische Fantasie galt, ist heute Start-up-Philosophie: Kaufe ein Land, baue eine Stadt, exportiere ein Weltbild. Mit genug Kapital, ein bisschen libertärer Ideologie und der richtigen Social-Media-Kampagne ist bald kein Ort mehr sicher. Nicht mal Grönland.

Und während Trump mit dem Gedanken spielt, dort ein Trump Ice Hotel™ zu eröffnen, basteln seine Milliardärsfreunde an der ersten KI-gesteuerten Steuerfreiheitsoase.

Grönland 2030: Wo die Pinguine frieren, weil der Serverpark zu viel Strom zieht.

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