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Grönland bleibt dänisch – vorerst: Rasmussen hofft auf Frieden mit den USA

jorono (CC0), Pixabay
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Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen zeigte sich am Dienstag zuversichtlich, dass es trotz „roter Linien“ eine Einigung mit den USA im Grönland-Annexionskonflikt geben könne – und das ganz ohne Landtausch, Drohungen oder Iceberg-Karambolagen.

Nachdem US-Präsident Donald Trump mehrfach angedeutet hatte, er könne Grönland kaufen, mieten oder „einfach so nehmen“, laufen nun diplomatische Gespräche zwischen USA, Dänemark und Grönland. Rasmussen dazu:

„Unsere roten Linien sind klar. Und trotzdem reden wir weiter – das muss wahre Liebe sein.“

Von „Annexion“ zu „Ach, lassen wir’s“

Die Lage habe sich beruhigt, versicherte Rasmussen. Es gebe aktuell keine akuten Drohungen, keinen Handelskrieg und keine Tweets mit Caps Lock. Die Gespräche in Nuuk verlaufen laut dänischem Außenministerium „ungefähr so frostig wie erwartet, aber immerhin mit Waffeln“.

Auch Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt bleibt skeptisch:

„Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen – aber immerhin nicht mehr da, wo wir dachten, die USA könnten plötzlich mit einem Flugzeugträger um die Ecke kommen.“

Ein Hoffnungsschimmer: Kanada und Frankreich haben mittlerweile Konsulate in Grönland eröffnet – offenbar in der Hoffnung, künftig bei Eiswürfeln, Fischerei oder Eskimo-Diplomatie mitreden zu dürfen.

Rasmussen lobte das neue kanadische Konsulat als „freundliche Geste mit diplomatischem Thermo-Innenfutter“. Man wolle die Zusammenarbeit „ausbauen, aber nicht abtauen lassen“.

Fazit: Grönland bleibt vorerst dänisch, der Ton wird wärmer – und die roten Linien sind zumindest nicht mehr vereist.

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