Die 68. Grammy Awards in Los Angeles boten 2026 weit mehr als musikalische Glanzleistungen – sie wurden auch zur Plattform für klare politische Botschaften.
Kendrick Lamar dominierte den Abend und schrieb Geschichte: Mit seinem Sieg für Bestes Rap-Album („GNX“) wurde er zum meist ausgezeichneten Rapper in der Grammy-Geschichte. Insgesamt räumte er vier Trophäen ab – eine davon bereits vor der Live-Show.
Bad Bunny setzte ebenfalls ein Zeichen: Als erster Künstler, der in spanischer Sprache gleichzeitig in den Kategorien Album, Song und Record of the Year nominiert war, gewann er u.a. für Best Música Urbana Album. In seiner emotionalen Dankesrede sagte er:
„ICE raus! Wir sind Menschen, keine Tiere.“ Die Menge reagierte mit tosendem Applaus. Er rief zu Liebe statt Hass auf: „Wenn wir kämpfen, dann mit Liebe.“
Auch Billie Eilish, die mit „Wildflower“ den Preis für Song of the Year gewann, wurde deutlich: Auf der Bühne sagte sie – zensiert im TV, aber im Saal deutlich hörbar – „Fuck ICE“. Gemeinsam mit ihrem Bruder Finneas erklärte sie: „No one is illegal on stolen land.“
Weitere Highlights:
Olivia Dean wurde zur Best New Artist gekürt und setzte sich gegen ein starkes Feld durch.
Lola Young überzeugte mit „Messy“ als Best Pop Solo Performance.
Das Duo Cynthia Erivo & Ariana Grande gewann für „Defying Gravity“ den Preis für Best Pop Duo/Group Performance.
Clipse, Pusha T & Pharrell Williams holten sich Best Rap Performance für „Chains & Whips“.
Jelly Roll siegte in der Kategorie Best Contemporary Country Album mit „Beautifully Broken“.
YUNGBLUD sorgte mit seiner Live-Performance für Aufsehen und gewann Best Rock Performance.
Für Filmfans wurde es historisch: Steven Spielberg erhielt einen Grammy für den Musikdokumentarfilm „Music by John Williams“ – und wurde damit EGOT-Gewinner (Emmy, Grammy, Oscar, Tony).
Die Show war ein Mix aus musikalischer Exzellenz, politischem Mut und emotionalem Tiefgang – ein Spiegelbild einer Branche, die längst mehr sein will als nur Unterhaltung.
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