Google hat’s mal wieder geschafft: Mit der neuen KI-gestützten Suche verwandelt sich das Internet zunehmend in ein Ein-Mann-Theater, in dem der Konzern gleichzeitig Souffleur, Regisseur und Hauptdarsteller ist. Statt Nutzerinnen und Nutzer zu lästigen Klicks auf externe Seiten zu zwingen, serviert Google die Antworten nun direkt – mundgerecht, fertig gewürzt und hübsch verpackt. Warum noch umständlich zu Gesundheitsportalen, Reiseanbietern oder Nachrichtenseiten surfen, wenn Googles große Maschine schon alles weiß?
Das Ergebnis: ganze Branchen stehen im digitalen Regen. Laut „Handelsblatt“ haben Gesundheits- und Wissensportale in den USA bereits die Hälfte ihres Publikums verloren. In Europa geht’s zwar noch etwas gemächlicher bergab, aber der Trend ist eindeutig: Google schnappt sich den Kuchen, während alle anderen zusehen dürfen, wie die Krümel schrumpfen.
Natürlich gibt es auch Gewinner. Handelsketten jubeln, weil die Kundschaft nun angeblich mit „klarerer Kaufabsicht“ kommt – übersetzt: Die Leute werden von Googles KI gleich so vorgekaut, dass sie direkt zur Kasse durchmarschieren. Inspiration, Vielfalt, Vergleich? Ach was. Wer braucht noch einen Marktplatz, wenn der Konzern bereits entschieden hat, was man will?
Googles Motto scheint nun endgültig zu lauten: „Don’t be evil – außer es rechnet sich.“
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