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Google Assistant wird abgeschaltet – eine Ära digitaler Sprachassistenten endet

Kaufdex (CC0), Pixabay
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Google macht ernst: Der klassische Google Assistant wird abgeschaltet. Was jahrelang als großer Konkurrent zu Siri und Alexa galt, verschwindet in seiner bisherigen Form – und wird durch Googles neue KI-Plattform ersetzt. Millionen Nutzerinnen und Nutzer weltweit müssen sich damit auf grundlegende Veränderungen einstellen.

Warum Google den Stecker zieht

Seit Jahren hat sich abgezeichnet, dass Google Assistant nicht mehr im Zentrum der Strategie steht. Zwar war der Assistent auf Smartphones, Smart-Home-Geräten und Lautsprechern verbreitet – doch im Vergleich zu Amazons Alexa blieb er hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig verschoben sich Googles Prioritäten hin zu generativer KI.

Mit der Einführung von Gemini, Googles großem KI-Modell, galt der Assistant zunehmend als veraltet. Nun macht Google den Schritt offiziell:
Der bisherige Assistant wird eingestellt – Funktionen, die nicht in Gemini integriert werden, verschwinden.

Was bedeutet das für Nutzer?

  • Viele bisher bekannte Funktionen – Erinnerungen, Routinen, Kalendersteuerung, Smart-Home-Befehle – werden neu strukturiert oder entfallen.

  • Auf Pixel-Geräten wird der Assistant vollständig durch Gemini ersetzt.

  • Ältere Geräte, Smart-Speaker und TVs verlieren teilweise Funktionen oder bekommen keine Updates mehr.

  • Einige Dienste laufen aus, weil sie technisch nicht mit der neuen KI-Plattform kompatibel sind.

Google betont zwar, dass „wichtige Features“ in der neuen KI erhalten bleiben sollen – doch bislang ist klar: Vieles wird anders funktionieren, manches fällt weg.

Gemini statt Assistant – die neue KI-Zentrale

Google setzt künftig auf Gemini als universelle KI, die:

  • komplexere Anfragen versteht

  • längere Kontexte verarbeiten kann

  • Aufgaben eigenständig ausführt

  • multimodal arbeitet (Text, Sprache, Bild)

Damit verabschiedet sich Google von der Idee eines klassischen Sprachassistenten – und wechselt zu einem KI-Agenten, der mehr kann als reine Sprachbefehle.

Kritik und Unsicherheit

Der Schritt sorgt für gemischte Reaktionen:

  • Smart-Home-Nutzer fürchten Funktionsverluste.

  • Entwickler kritisieren fehlende Planungssicherheit, weil APIs verschwinden.

  • Datenschützer warnen vor höherer Datennutzung durch Gemini.

  • Viele Anwender empfinden den erzwungenen Wechsel als unnötig, da der Assistant für alltägliche Aufgaben zuverlässig funktionierte.

Vor allem Besitzer älterer Geräte fragen sich, ob Google sie praktisch zum Technologiewechsel zwingt.

Ein Abschied mit Ansage

Mit der Abschaltung des Google Assistant endet ein Kapitel, das Google seit 2016 begleitet hat. Der Konzern stellt sich neu auf – mit KI im Zentrum.

Für Nutzer heißt das vor allem eines:
Gewohnte Abläufe werden sich ändern, und manches wird künftig anders, vielleicht aber auch besser funktionieren.

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