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Gisèle Pelicot: Eine Frau des Jahres, die sich diese Ehre verdient hat

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay
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Die Welt hat viele Heldinnen, aber nur wenige haben den Mut, ihr eigenes Leid in eine Bewegung für Veränderung zu verwandeln. Gisèle Pelicot, die durch den erschütternden Vergewaltigungsprozess von Avignon bekannt wurde, ist nun vom US-Magazin „Time“ zur Frau des Jahres 2025 gekürt worden – eine Auszeichnung, die sie sich mehr als verdient hat.

Pelicot entschied sich gegen den Schutz der Anonymität und für die Öffentlichkeit – nicht, um Mitleid zu erregen, sondern um ein klares Zeichen zu setzen: Die Scham gehört nicht den Opfern, sondern den Tätern. Diese mutige Haltung machte sie zu einer internationalen Symbolfigur für Frauenrechte und inspirierte unzählige Betroffene, ihre Stimme zu erheben.

Ihre Entscheidung, den Prozess nicht hinter verschlossenen Türen führen zu lassen, war ein Akt der Stärke inmitten unvorstellbaren Leids. Sie nahm ihr Schicksal in die Hand und wandelte es in eine Botschaft des Widerstands. Damit wurde sie, wie „Time“ es formulierte, „eine gewöhnliche Frau, die angesichts einer persönlichen Tragödie auf außergewöhnliche Weise handelte.“

Neben prominenten Preisträgerinnen wie Nicole Kidman, Jordan Chiles und A’ja Wilson ragt Pelicot besonders hervor – nicht als berühmte Schauspielerin oder Spitzensportlerin, sondern als Frau, die es wagte, gegen das Unrecht aufzustehen, das ihr angetan wurde.

Ihr Fall, der mit Haftstrafen für alle Angeklagten endete, war nicht nur ein juristischer Sieg, sondern ein gesellschaftlicher Wendepunkt. Durch ihre Tapferkeit hat Pelicot die Welt verändert. Ihre Auszeichnung ist mehr als verdient – sie ist ein Zeichen, dass Mut und Gerechtigkeit letztlich triumphieren können.

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