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Ghost of Yōtei – Sony entdeckt die Blockbuster wieder

tommasosalvia (CC0), Pixabay
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PlayStation-Fans und PlayStation-Kritiker sind sich selten einig. Doch in den letzten Monaten kam von beiden Seiten dieselbe Frage:
„Wo bleiben eigentlich die Spiele?“

Nach einer längeren Durststrecke ohne große Einzelspieler-Hits will Sony nun mit Ghost of Yōtei wieder zeigen, wofür die Marke steht: bombastische, emotionale Abenteuer mit epischer Story und Kinofeeling.

Das neue Spiel stammt vom US-Studio Sucker Punch, das bereits 2020 mit Ghost of Tsushima für Furore sorgte. Dieses Mal verschlägt es die Spieler ins Japan des Jahres 1603 – und in die Rolle von Atsu, einer Kriegerin auf Rachefeldzug gegen die „Yōtei Six“, jene Warlords, die ihre Familie ausgelöscht haben.


Vom Samurai zum Rachegeist

„Spiele zu entwickeln dauert einfach sehr, sehr lange“, erklärt Nate Fox, Creative Director bei Sucker Punch. „Und Ghost of Yōtei war ein riesiges Projekt – selbst wenn wir auf einem bestehenden Spiel aufbauen konnten.“

Neu sind nicht nur Schauplatz und Zeit, sondern auch die Hauptfigur: eine Frau in einer von Männern dominierten Welt, die im Laufe der Geschichte selbst zur Legende wird – manche halten sie sogar für einen Onryō, einen rachsüchtigen Geist aus der japanischen Mythologie.


Zwischen Kunst, Code und Chaos

Sucker Punch hat rund 200 feste Mitarbeiter, aber an einem Blockbuster wie diesem arbeiten weltweit über 1.800 Personen – von Animatoren über Komponisten bis zu Programmierern, die dafür sorgen, dass im entscheidenden Moment ein Blatt im Wind tanzt.

„Es ist wie ein Orchester“, sagt Fox. „Jeder spielt eine andere Melodie, aber alle müssen wissen, wohin die Reise geht.“


Sony besinnt sich auf seine Stärken

Nach Experimenten mit Online-Games wie Helldivers II (Hit) und Concord (Flop nach zwei Wochen) scheint Sony wieder zur alten Formel zurückzukehren: Einzelspieler-Geschichten mit Tiefgang.

Zwar sollen weiterhin Spiele mit Online-Elementen erscheinen, doch die nächsten großen Titel – Saros (Nachfolger zu Returnal) und Wolverine vom Spider-Man-Studio Insomniac – setzen wieder klar auf Story statt Dauer-Login.


Kleine Kontroversen inklusive

Ganz ohne Drama kommt aber auch Ghost of Yōtei nicht aus. Nachdem ein Entwickler in sozialen Medien einen unpassenden Witz über den Tod eines US-Aktivisten machte, musste Sony eingreifen – der Mitarbeiter wurde entlassen.

Zudem kritisierten einige rechte Influencer die Entscheidung, eine weibliche Hauptfigur ins Zentrum des Spiels zu stellen. Nate Fox bleibt gelassen:
„Es war vielleicht eine unkonventionelle Wahl – aber sie ist essenziell für die Geschichte. Es geht um jemanden, der sich gegen alle gesellschaftlichen Erwartungen stellt.“


Zurück zur goldenen Ära?

Mit Ghost of Yōtei könnte Sony wieder zu seiner alten PS4-Form zurückfinden: große Emotionen, spektakuläre Welten – und ein Hauch Melancholie zwischen Blut, Nebel und Ehre.

Ob Atsu am Ende ihre Rache bekommt?
Das bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Die Zeit der Blockbuster ist bei PlayStation noch lange nicht vorbei.

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