Seit dem 29. Juli 2025 kam es bei sechs WNBA-Spielen in fünf Städten zu Vorfällen, bei denen Sexspielzeuge aufs Spielfeld geworfen wurden. Verantwortlich dafür ist eine Gruppe hinter der Kryptowährung Green Dildo Coin, die das Ganze als „witzige Aktion“ darstellt.
Kritiker sehen darin jedoch keinen harmlosen Spaß, sondern eine koordinierte Kampagne der Belästigung. Die Attacken seien sexistisch, herabwürdigend und gezielt gegen eine Liga gerichtet, deren Spielerinnen mehrheitlich queer und Frauen of Color sind.
„Das ist ein ernüchternder Beweis für die Macht und Allgegenwart von Misogynie und Homophobie in unserer Kultur“,
sagt Cheryl Cooky, Professorin an der Purdue University.
Die Aktionen bergen auch Verletzungsgefahr – ein Ausrutschen könnte schwere Folgen wie Kreuzbandrisse oder Gehirnerschütterungen haben.
Hintergrund und Motiv
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Die Vorfälle häuften sich zwei Wochen nach dem WNBA-All-Star-Game, bei dem Forderungen nach höheren Gehältern im Mittelpunkt standen.
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Expert:innen wie Ajhanai Keaton (UMass) sehen darin einen Versuch, „männliche Dominanz“ zu demonstrieren und die wachsende Bedeutung des Frauensports zu untergraben.
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Historisch betrachtet gab es immer wieder Backlash, wenn Frauen im Sport Fortschritte machten – von Spielverboten bis hin zu absurden medizinischen Behauptungen.
Fazit der Kommentatorin Nancy Armour:
Die Täter mögen Aufmerksamkeit bekommen haben, doch am Ende gilt: Nur schwache Männer müssen Frauen herabsetzen, und solche Aktionen zeigen vor allem Unsicherheit.
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