In Minnesota kommt es derzeit zum bislang größten bekannten Ausbruch eines sexuell übertragbaren Hautpilzes in den USA. Das teilte das Gesundheitsministerium des Bundesstaates am 11. Februar mit. Seit Juli 2025 wurden im Großraum mehrere Dutzend bestätigte oder vermutete Fälle gemeldet.
Bei dem Erreger handelt es sich um Trichophyton mentagrophytes Genotyp VII (TMVII). Trotz der umgangssprachlichen Bezeichnung „Ringworm“ (Ringelflechte) handelt es sich nicht um einen Wurm, sondern um einen ansteckenden Hautpilz. Er wird vor allem durch engen Hautkontakt, auch beim Geschlechtsverkehr, übertragen.
Die Infektion äußert sich häufig durch juckende, gerötete Hautausschläge im Genital- oder Leistenbereich, kann aber auch andere Körperstellen betreffen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC kann TMVII leicht mit anderen Erkrankungen wie Schuppenflechte oder klassischen sexuell übertragbaren Infektionen verwechselt werden. Eine verzögerte Behandlung kann Narbenbildung, bakterielle Zusatzinfektionen und eine weitere Ausbreitung begünstigen.
Zur Vorbeugung rät das Gesundheitsministerium, bei entsprechenden Symptomen auf sexuelle Kontakte und engen Hautkontakt zu verzichten. Zudem sollten keine Kleidung oder persönliche Gegenstände gemeinsam genutzt werden. Getragene Textilien sollten bei hoher Temperatur gewaschen und getrocknet werden, um Pilzsporen abzutöten. Sexualpartner von Betroffenen sollten informiert und bei Symptomen ärztlich untersucht werden.
Erstmals war die seltene Pilzvariante im Juni 2024 in den USA dokumentiert worden. Damals wurde in New York ein Patient behandelt, der nach Reisen innerhalb der USA sowie nach Europa einen juckenden Ausschlag im Genitalbereich entwickelte. Labortests bestätigten eine Infektion mit TMVII.
Gesundheitsbehörden beobachten die Entwicklung aufmerksam und betonen die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnose und Behandlung, um eine weitere Verbreitung einzudämmen.
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