Die Zufriedenheit der Amerikaner mit der Lage im Land ist auf den niedrigsten Stand seit Beginn von Donald Trumps zweiter Amtszeit gefallen. Laut einer Gallup-Umfrage vom 2. bis 16. September gaben nur 29 % an, mit der Richtung des Landes zufrieden zu sein – zwei Prozentpunkte weniger als im August.
Einfluss von Gewalt und Kriminalität
Besonders Republikaner sorgten für den Rückgang. Gallup führt das auch auf die Ermordung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk am 10. September zurück, die während der Befragung für Schlagzeilen sorgte. Entsprechend schnellten Nennungen von „Kriminalität und Gewalt“ als wichtigstes Problem von 3 % im August auf 8 % im September hoch – der höchste Wert seit 2020. Auch das Thema „nationale Einheit“ wurde so häufig wie seit dem Sturm aufs Kapitol im Januar 2021 nicht mehr genannt.
Trumps Zustimmungswerte stagnieren
Trotz wachsender Unzufriedenheit mit dem Land selbst bleibt Trumps persönliche Jobbewertung stabil: 40 % der Befragten gaben ihm im September gute Noten – unverändert gegenüber August. Historisch liegt er damit jedoch weit unter seinen Vorgängern im gleichen Stadium ihrer Amtszeiten:
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Obama 2009: 52 %
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George W. Bush 2001: 76 %
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Clinton 1993: 50 %
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Reagan 1981: 52 %
Trump lag im September 2017 bei 37 % und jetzt wieder bei 40 %. Nur Joe Biden erreichte 2021 mit 43 % ähnlich niedrige Werte.
Langfristiger Trend negativ
Im Durchschnitt sackt Trumps Bilanz jedoch weiter ab: Laut RealClearPolitics liegt seine Zustimmungsrate derzeit bei -6,5 Prozentpunkten, laut New York Times sogar bei -11. Damit hält der Negativtrend seit dem Frühjahr an – verstärkt durch Kontroversen wie die Affäre um Jeffrey Epstein.
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