Der G-7-Gipfel hat begonnen – diesmal im kanadischen Kananaskis, wo Elche selten sind, aber diplomatische Verstimmungen häufig. Zwischen Tannenduft, Panoramablick und Sicherheitszonen treffen sich die „führenden demokratischen Wirtschaftsmächte“ – also die sieben Staaten, die noch versuchen, bei Weltproblemen gute Miene zum geteilten Spiel zu machen.
Donald Trump, frisch in seiner zweiten Amtszeit, reist als politischer Blitzableiter an. Während andere Teilnehmer Aktenordner und KI-Risiken studieren, hat Trump laut Insidern vor allem ein Ziel: sich nicht langweilen und keine Einigung zulassen, wenn es sich vermeiden lässt.
Beim ersten Händeschütteln sollen bereits drei Teilnehmer instinktiv in Deckung gegangen sein, nachdem Trump die Begrüßung mit den Worten einleitete: „So, wer von euch will heute gecancelt werden?“
Hauptthemen: Der Krieg in der Ukraine, der Krieg im Nahen Osten und – als wäre das nicht schon genug geopolitische Explosivität – künstliche Intelligenz, die mittlerweile mehr Durchblick hat als manche G-7-Minister. Auch die Versorgung mit kritischen Rohstoffen steht auf dem Zettel – vor allem, wie man sie sichern kann, ohne gleich eine neue Kolonialphase einzuleiten.
Gastgeber Mark Carney, Kanadas Premier, hat in weiser Voraussicht Elchburger und Ahornsirup auf den Verhandlungstischen platzieren lassen – diplomatischer Zucker für bittere Gespräche. Beobachter meinen, es sei noch zu früh, von einer gemeinsamen Linie zu sprechen, aber immerhin gebe es eine gemeinsame Tagesordnung, was bereits als Fortschritt gewertet wird.
Frankreichs Präsident Macron soll laut Gerüchten in seinem Rucksack eine spontane Friedensinitiative tragen, während Olaf Scholz angeblich einen Taschenrechner mitgebracht hat, um zu prüfen, ob das Wort „Wertegemeinschaft“ noch wirtschaftlich tragbar ist.
Fazit des ersten Tages: Die Berge sind hoch, die Aussichten neblig, und die Hoffnung auf Einigkeit liegt irgendwo zwischen Lagerfeuerromantik und realpolitischem Schneegestöber.
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