Nach dem Fund einer Tasche mit Polizeiwaffen auf einer Straße in London hat die Metropolitan Police fünf Beamte vorläufig aus dem Streifendienst genommen. Die Tasche mit mehreren dienstlichen Waffen war am Dienstagabend von einem Passanten entdeckt worden.
Nach Angaben der Polizei wird derzeit davon ausgegangen, dass die Tasche kurz zuvor von im Dienst befindlichen Beamten versehentlich zurückgelassen wurde.
Maschinenpistole, Pistole und Taser in Tasche gefunden
Laut Berichten befanden sich in der Tasche eine Maschinenpistole, eine Pistole, ein Taser sowie Munition. Die Metropolitan Police bestätigte, dass es sich um dienstlich ausgegebene Waffen handelte.
In einer Stellungnahme erklärte die Polizei, ein Mitglied der Öffentlichkeit habe gegen 21.40 Uhr Ortszeit den Notruf verständigt, nachdem es die Tasche auf einer Straße im Süden Londons gefunden hatte.
Innerhalb von sieben Minuten seien Einsatzkräfte vor Ort gewesen und hätten die Waffen sichergestellt.
Vorfall nahe Wohnhaus von Londons Bürgermeister
Wie die Zeitung The Sun berichtet, wurde die Tasche in der Nähe des Wohnhauses von Londons Bürgermeister Sadiq Khan gefunden. Offiziell bestätigte die Polizei den genauen Ort zunächst nicht.
Ein Passant berichtete der Zeitung, dass seine Partnerin auf die verdächtige Tasche aufmerksam geworden sei. Nachdem er einen Blick hineingeworfen habe, habe er Fotos gemacht und die Polizei alarmiert.
Der Zeuge schilderte, die eintreffenden Beamten hätten sichtbar überrascht reagiert und die Gegenstände rasch sichergestellt.
Interne Untersuchung eingeleitet
Die Metropolitan Police teilte mit, dass ihre Direktion für professionelle Standards den Vorfall nun prüfe. Die fünf betroffenen Beamten seien bis auf Weiteres von Frontline-Aufgaben entbunden worden.
Die Polizei erklärte, man überprüfe die Umstände des Vorfalls mit hoher Dringlichkeit und sei sich bewusst, dass der Fund in der Öffentlichkeit Besorgnis auslösen könne.
Bürgermeister spricht von ernstem Vorfall
Ein Sprecher von Bürgermeister Sadiq Khan bezeichnete den Vorfall als schwerwiegend. Die Metropolitan Police müsse nun alle notwendigen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass sich ein solcher Fehler nicht wiederhole.
Khan hatte bereits 2017 erklärt, einer dauerhaften Polizeibewachung zugestimmt zu haben. Ausschlaggebend seien damals gestiegene Sicherheitsrisiken für ihn und sein Umfeld gewesen.
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