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Freiheit, Gleichheit, Flatrate – Brüssel erklärt der Roaminggebühr den Krieg

Manuchi (CC0), Pixabay
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Die Europäische Kommission hat ein mutiges Ziel formuliert: Keine Ukrainerin und kein Ukrainer soll jemals wieder für ein Telefonat mit der Tante in Warschau oder den Freund in Frankfurt zur Kasse gebeten werden. Zumindest nicht mehr extra. Schluss mit dem „Roam and Pay“-Prinzip, her mit der Solidaritätsflatrate!

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, bekannt für politische Eleganz und überraschend stabile 5G-Verbindung auf Europatournee, erklärte:

„Wir möchten, dass ukrainische Bürgerinnen und Bürger mit ihren Angehörigen in der gesamten EU sowie in ihrem Heimatland in Verbindung bleiben.“

Und was klingt wie ein rührseliger Werbespot der Telekom („Bleib verbunden, auch wenn du flüchtest“) ist tatsächlich politischer Vorstoß: Roaming-Gebühren sollen abgeschafft werden – in beide Richtungen. Wer also mit einem österreichischen Vertrag in Lwiw Cappuccino trinkt, surft künftig zum Inlandspreis. Großzügig.

Weltpolitik trifft WLAN

Der Hintergrund ist klar: Die Ukraine soll digital dort ankommen, wo sie politisch schon lange hinwill – mitten in Europa. Wer braucht schon Beitrittsverhandlungen, wenn er Unlimited Data EU+ haben kann?

Bisher gab es eine „freiwillige Vereinbarung“ – also das europäische Äquivalent zu einem müden Achselzucken – zwischen Netzanbietern. Frei nach dem Motto:

„Wir kassieren mal nicht extra – aber nur solange niemand hinschaut.“

Doch das soll sich ändern. Jetzt soll die Abschaffung in Gesetzesform gegossen werden – mit der typischen Brüsseler Mischung aus Idealismus, Excel-Tabellen und Sitzungskaffee.

Digitaler Beitritt statt NATO?

Man könnte fast sagen: Die Ukraine bekommt schon mal die guten Seiten der EU – ohne Agrarsubventionen, aber mit YouTube ohne Zusatzkosten. Ein kleines bisschen Frieden eben, für 9,99 € pro Monat – im Tarif Ihrer Wahl.

Natürlich muss der EU-Rat noch zustimmen. Doch was sind schon 27 Regierungen gegen den Geist des grenzenlosen Streamens?

Wenn alles glattläuft, endet das Roaming-Elend am 1. Januar – pünktlich zum neuen Jahr, mit neuen Vorsätzen: Mehr sprechen, weniger zahlen.

Satirisches Fazit:

Während in Brüssel noch debattiert wird, wie viele Milliardenhilfen man der Ukraine geben soll, hat man nun zumindest beschlossen: WhatsApp-Gruppen sollen nicht länger am Datenvolumen scheitern.

In einer Welt, in der Kriege nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Memes geführt werden, ist das vielleicht der symbolisch wichtigste Schritt seit Einführung des Euro:
Verbindet euch, Europa – im Netz wie im Herzen. Und bitte ohne Roamingaufschlag.

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