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Französisches KI-Start-up AMI sammelt eine Milliarde Dollar ein

2857440 (CC0), Pixabay
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Das französische KI-Start-up AMI (Advanced Machine Intelligence) hat eine Finanzierung in Höhe von eine Milliarde US-Dollar erhalten. Mit dem Geld will das Unternehmen neue Systeme für künstliche Intelligenz entwickeln, die die physische Welt verstehen sollen – ähnlich wie Menschen oder Tiere.

Das Unternehmen wurde unter anderem von Yann LeCun, dem früheren Chef-KI-Wissenschaftler von Meta, mitgegründet. Anders als viele heutige KI-Modelle soll die Technologie von AMI nicht nur mit Sprache arbeiten, sondern die reale Welt analysieren, verstehen und vorhersagen können.

Große Investoren beteiligen sich

An der ersten Finanzierungsrunde beteiligten sich fünf Investmentfonds sowie mehrere große Technologie- und Industriekonzerne. Zu den Investoren gehören unter anderem:

  • Toyota

  • Nvidia

  • Samsung

Auch bekannte Persönlichkeiten aus der Tech-Branche investierten in das Projekt, darunter der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt sowie Amazon-Gründer Jeff Bezos.

Vor der neuen Finanzierungsrunde wurde AMI bereits mit rund 3,5 Milliarden Dollar bewertet.

KI soll die Welt verstehen – nicht nur Texte

LeCun erklärte, dass AMI an sogenannten „World Models“ arbeitet – KI-Systemen, die nicht nur Texte analysieren, sondern die reale Welt verstehen sollen.

Während heutige Chatbots wie ChatGPT oder Gemini hauptsächlich auf großen Sprachmodellen (LLMs) basieren, verfolgt AMI einen anderen Ansatz. Die geplanten Systeme sollen Informationen über ihre Umgebung verarbeiten und Zusammenhänge erkennen – ähnlich wie Menschen oder Tiere.

Laut LeCun könnte dies in Zukunft zu „relativ universellen intelligenten Systemen“ führen, die in vielen Bereichen eingesetzt werden können.

Einsatz in Robotik und autonomem Fahren

Innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre will AMI Technologien entwickeln, die für zahlreiche Anwendungen geeignet sind, etwa:

  • autonomes Fahren

  • Robotik

  • Analyse komplexer technischer Systeme

  • medizinische Anwendungen

Solche Systeme könnten beispielsweise das Verhalten eines Jet-Triebwerks, eines Kraftwerks oder sogar menschlicher Organe analysieren und vorhersagen.

Macron spricht von neuem Kapitel für KI

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lobte das Projekt öffentlich und schrieb auf der Plattform X, LeCun schlage damit „ein neues Kapitel in der künstlichen Intelligenz“ auf.

AMI hat seinen Hauptsitz in Paris und weitere Büros in New York, Singapur und Montreal.

Neue Richtung für die KI-Forschung

Yann LeCun hatte im November seinen Abschied von Meta nach zwölf Jahren angekündigt. Dort hatte er maßgeblich an neuen KI-Architekturen gearbeitet.

Bei AMI möchte er diese Forschung weiterführen. Ziel sei ein Paradigmenwechsel in der KI, weg von rein sprachbasierten Modellen hin zu Systemen, die die reale Welt verstehen.

Im ersten Jahr will sich das Unternehmen vor allem auf Forschung und Entwicklung konzentrieren. Gespräche mit Industriepartnern könnten laut LeCun bereits innerhalb der nächsten sechs bis zwölf Monate beginnen.

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