Startseite Allgemeines Frankfurt Prime Residential – ESG-Immobilieninvestment mit 10 % Renditeversprechen und Totalverlustrisiko
Allgemeines

Frankfurt Prime Residential – ESG-Immobilieninvestment mit 10 % Renditeversprechen und Totalverlustrisiko

Pexels (CC0), Pixabay
Teilen

Mit dem Projekt Frankfurt Prime Residential bietet die Plattform OneCrowd derzeit ein digitales Investment in ein ESG-orientiertes Immobilienportfolio im Rhein-Main-Gebiet an. Anlegerinnen und Anleger können sich ab 250 Euro Mindestbeteiligung beteiligen. Die angestrebte jährliche Rendite liegt bei 10 %, die Platzierungsquote beträgt derzeit etwa 86 %.

Das Investmentangebot im Überblick

Das Immobilienportfolio umfasst 26 Wohnobjekte in nachgefragten Lagen wie Frankfurt, Wiesbaden, Offenbach und Bad Soden. Diese sollen energetisch saniert, modernisiert und teilweise leerstehend neu vermietet werden. Nachhaltigkeit steht dabei laut Anbieter im Vordergrund – das Projekt verfolgt eine ESG-Strategie mit Fokus auf Energieeffizienz und Ressourcenschonung.

Hinter dem Angebot steht die Lübke Kelber Investment Partners GmbH (LKIP), ein Unternehmen mit nach eigenen Angaben über 60 Jahren Erfahrung im Immobiliensektor. Die Platzierung erfolgt über digitale Wertpapiere via OneCrowd.

Bewertung aus Anlegersicht

Pro:

  • Attraktiver Standort: Das Rhein-Main-Gebiet zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands mit hoher Wohnraumnachfrage.

  • ESG-Fokus: Nachhaltigkeit ist ein wachsendes Thema in der Immobilienbranche – sowohl regulatorisch als auch bei Mietern und Investoren.

  • Erfahrung des Managements: Die Lübke Kelber Gruppe ist im Markt etabliert, was Vertrauen schaffen kann.

  • Geringe Einstiegshürde: Bereits ab 250 Euro investierbar – für viele Privatanleger interessant.

Contra / Risikohinweise:

  • 10 % Rendite p.a. ist ambitioniert – besonders bei ESG-orientierten Sanierungsprojekten, deren Kosten und Zeitrahmen schwer kalkulierbar sind.

  • Keine Kapitalgarantie: Wie bei allen Crowdinvestments droht bei Projektausfall oder wirtschaftlichem Misserfolg der Totalverlust.

  • Die angebotenen digitalen Wertpapiere sind nicht reguliert im Sinne eines klassischen Börsenhandels, was Liquidität und Transparenz einschränken kann.

  • Nachrangigkeit der Forderung: Im Insolvenzfall stehen Investoren weit hinten in der Gläubigerhierarchie.

Kritischer Hinweis

Die Darstellung des Projekts ist marketingstark und mit Fokus auf Chancen formuliert – das sollte nicht über die substanzielle Risikostruktur hinwegtäuschen. Der aufgerufene Ertrag ist nicht garantiert, und es besteht keine Absicherung durch klassische Mittel wie Grundschuldeintrag oder Einlagensicherung. Zudem fehlt eine detaillierte Darstellung der wirtschaftlichen und rechtlichen Struktur der Emission, etwa zur Laufzeit, Ausschüttungsmodalitäten oder Exit-Szenarien.

Fazit

Frankfurt Prime Residential ist ein typisches Crowdinvestment im gehobenen Immobiliensegment mit ESG-Etikett. Für erfahrene Anleger, die sich der Risiken bewusst sind und ihr Portfolio gezielt diversifizieren möchten, kann das Projekt eine interessante Beimischung sein – insbesondere bei Interesse an ESG-Strategien im Wohnimmobilienbereich. Ein Investment sollte aber niemals ohne eigene Prüfung erfolgen, und das Renditeversprechen von 10 % sollte nicht als Sicherheit verstanden werden.

Empfehlung: Nur für risikobereite Anleger mit Erfahrung im Bereich alternativer Investments und ausreichender Diversifikation im Gesamtportfolio.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Handelsregister-Zusammenfassung – Life Forestry Switzerland AG (in Liquidation)

Stand: 16. Januar 2026 Firmenname:Life Forestry Switzerland AG in Liquidation Rechtsform:Aktiengesellschaft UID...

Allgemeines

Life Forestry Switzerland AG: Ist der Anlegerskandal längst Realität?

Immer mehr Anleger stellen uns die Frage, ob es sich bei der...

Allgemeines

Analyse des Konzernabschlusses 2023 der Sauren Finanzdienstleistungen GmbH & Co. KG:

1. Ertragslage: Stabil, aber leicht rückläufig Der Konzern erzielte 2023 einen Jahresüberschuss...

Allgemeines

Jimmy Kimmel bietet Donald Trump seine Preise an – im Tausch gegen den Abzug von ICE-Truppen

In der jüngsten Folge seiner Late-Night-Show sorgte Jimmy Kimmel wieder für Schlagzeilen...