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Fortschritt à la Schneckentempo: Postversand wird offiziell entschleunigt

manfredrichter (CC0), Pixabay
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Gute Nachrichten für alle, die e gerne langsam angehen lassen: Ab dem neuen Jahr wird der Postversand in Deutschland endlich entschleunigt. Denn wer braucht schon Eile, wenn es um Briefe geht? Dank einer bahnbrechenden Gesetzesänderung muss die Deutsche Post ab jetzt nur noch 95 Prozent der Briefe innerhalb von drei Werktagen zustellen. Der alte Standard, bei dem 80 Prozent der Briefe bereits am nächsten Werktag ankommen sollten, wurde offenbar als zu hektisch empfunden und kurzerhand abgeschafft. Keine Sorge, liebe Kunden – Entspannung ist die Devise!

Doch damit nicht genug: Gleichzeitig wird das Porto erhöht. Statt 85 Cent kostet ein Standardbrief ab sofort 95 Cent. Denn wie könnte man den Serviceabbau besser feiern als mit einer kleinen Preisanpassung nach oben? Immerhin bekommt man jetzt für sein Geld nicht nur einen langsamer zugestellten Brief, sondern auch das beruhigende Gefühl, Teil einer Entschleunigungsbewegung zu sein.

Die Post hat es offensichtlich verstanden: Briefe sind schließlich keine E-Mails, und wer einen verschickt, erwartet keine Effizienz, sondern Nostalgie. Mit der neuen Regelung dürfen wir also in Ruhe zusehen, wie unsere Nachrichten auf eine Art Zeitreise gehen – zurück in eine Ära, in der man für eine Antwort auf seinen Brief noch die Ankunft des nächsten Postkutschers abwarten musste. Bleibt nur die Frage: Gibt’s fürs extra Porto auch eine extra Portion Geduld dazu?

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