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Formel 1 in Mexiko: Verstappen dominiert Training – McLaren „schon etwas im Rückstand“

Stoppi (CC0), Pixabay
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Max Verstappen hat das Freitagstraining zum Großen Preis von Mexiko-Stadt als Schnellster beendet – doch trotz Bestzeit zeigte sich der vierfache Weltmeister nicht zufrieden.
McLaren-Pilot Lando Norris warnte unterdessen, sein Team sei „bereits ein wenig im Rückstand“.


Verstappen an der Spitze – aber unzufrieden mit Rennpace

Der Red-Bull-Pilot fuhr auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez die Tagesbestzeit mit einem Vorsprung von 0,153 Sekunden auf Charles Leclerc im Ferrari.

Verstappen, der zuletzt drei der vergangenen vier Rennen gewonnen und den Rückstand auf WM-Spitzenreiter Oscar Piastri auf 40 Punkte verkürzt hat, zeigte sich aber alles andere als entspannt:

„Der kurze Run auf den Soft-Reifen war gut, aber danach lief gar nichts mehr“, sagte der Niederländer.
„Auf den Mediums war die Balance okay, aber es gab einfach keinen Grip. In den Longruns sind die Reifen heiß geworden, und wir waren nirgendwo. Das ist mein größtes Problem für das Rennen.“

Trotz neuer Fahrzeugteile – Red Bull testete in Mexiko einen überarbeiteten Unterboden, um letzte Leistungsreserven zu finden – hatte Verstappen vor allem in den Rennsimulationen zu kämpfen.

„Klar, man kann schnell über eine Runde sein“, sagte er weiter. „Aber so gewinnst du kein Rennen. Ich bin lieber im Rennen stark als nur im Qualifying.“


McLaren sieht Nachholbedarf – Norris warnt vor Rückstand

Bei McLaren verlief der Freitag durchwachsen.
Lando Norris belegte Platz vier, während Teamkollege Oscar Piastri – aktuell WM-Führender – nur Zwölfter wurde.

Norris, der in der ersten Session seinen Wagen einem Nachwuchsfahrer überlassen musste, zeigte sich zwar zufrieden mit seinem Einstieg ins Wochenende, aber besorgt über das Gesamtbild:

„Wir sind grundsätzlich in einer vernünftigen Position“, sagte Norris. „Ich kam schnell in den Rhythmus, aber das Limit war früh erreicht – das hält uns momentan ein bisschen zurück. Normalerweise sind wir freitags stark, doch diesmal liegen wir schon ein Stück hinten. Das Auto ist unausgeglichen, besonders im Quali-Trimm.“

Der Brite betonte, McLaren müsse über Nacht „definitiv nachlegen“, um Verstappen und Ferrari am Samstag nicht zu viel Raum zu lassen.


Leclerc und Ferrari stark, Mercedes mit solidem Tempo

Hinter Verstappen und Leclerc zeigte sich Mercedes in guter Form:
Kimi Antonelli belegte Rang drei, George Russell wurde Sechster.

Russell lobte besonders Norris’ Longrun:

„Lando sah auf seiner langen Fahrt sehr schnell aus – das war schon das Thema der letzten Rennen. Aber Qualifying ist hier extrem wichtig. Ich denke, es wird zwischen den Top Acht sehr eng.“

Ferrari-Teamkollege Lewis Hamilton fuhr auf Platz fünf, gefolgt von Yuki Tsunoda im Red Bull und Fernando Alonso im Aston Martin.
Carlos Sainz (Williams) und Lance Stroll (Aston Martin) komplettierten die Top 10.


Piastri: „Nicht überrascht über Platz 12“

WM-Leader Oscar Piastri ordnete sein mäßiges Ergebnis gelassen ein:

„Mein Versuch auf den Softs mit wenig Sprit war ziemlich durchschnittlich – da überrascht mich die Zeit nicht.“

Trotzdem zeigte sich der Australier optimistisch:

„Ich denke, wir können Red Bull hier Paroli bieten. Es wird knapp, aber das Auto hat Potenzial.“


Rookies überzeugen in der ersten Session

In der ersten Trainingssitzung erhielten mehrere Nachwuchspiloten Einsatzzeit.
Besonders Arvid Lindblad aus dem Red-Bull-Juniorprogramm überzeugte: Der 18-jährige Brite war 0,093 Sekunden schneller als Teamkollege Tsunoda und belegte eine beachtliche Position.

Lindblad gilt als Kandidat für ein Cockpit im Racing-Bulls-Team 2026, während Isack Hadjar voraussichtlich an die Seite von Verstappen im Hauptteam aufrücken soll – eine offizielle Bestätigung von Red Bull steht jedoch noch aus.


Keine Unfälle, aber knapper Spielraum

Das Training verlief weitgehend ereignislos, nur Alex Albon (Williams) touchierte in seinem Qualifying-Run leicht die Mauer am Ausgang der letzten Kurve und beendete den Tag auf Rang 19.

Die Abstände im Spitzenfeld sind gering:
Zwischen den ersten acht Fahrern lagen weniger als vier Zehntelsekunden – ein Hinweis auf ein eng umkämpftes Qualifying am Samstag.


Zwischenfazit

Während Verstappen mit seiner Einzelrunden-Pace die Konkurrenz unter Druck setzt, ist McLaren auf der Suche nach Balance und Stabilität.
Ferrari und Mercedes lauern in Schlagdistanz – und in der Höhenluft von Mexiko, wo Grip und Kühlung traditionell Probleme bereiten, könnte die Reifenstrategie das Zünglein an der Waage werden.

„Es wird eng, chaotisch – und taktisch hochinteressant“, fasste Norris den Freitag zusammen. „Aber wenn wir etwas finden, sind wir wieder vorne dabei.“


📊 Top 10 – 2. Freies Training (Freitag):
1️⃣ Max Verstappen (Red Bull) – 1:17,409
2️⃣ Charles Leclerc (Ferrari) +0,153
3️⃣ Kimi Antonelli (Mercedes) +0,226
4️⃣ Lando Norris (McLaren) +0,311
5️⃣ Lewis Hamilton (Ferrari) +0,354
6️⃣ George Russell (Mercedes) +0,376
7️⃣ Yuki Tsunoda (Red Bull) +0,414
8️⃣ Fernando Alonso (Aston Martin) +0,437
9️⃣ Carlos Sainz (Williams) +0,488
🔟 Lance Stroll (Aston Martin) +0,503

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