Startseite Vorsicht FMA warnt vor WhatsApp-Anlagebetrug: Verlockende Tipps entpuppen sich als Kostenfalle
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FMA warnt vor WhatsApp-Anlagebetrug: Verlockende Tipps entpuppen sich als Kostenfalle

arivera (CC0), Pixabay
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Eine neue Betrugsmasche sorgt derzeit für Schlagzeilen: Über WhatsApp-Gruppen versuchen Kriminelle, ahnungslose Nutzerinnen und Nutzer mit vermeintlich exklusiven Anlagetipps und dem Versprechen schneller Gewinne zu ködern. Doch statt Reichtum bleibt am Ende nur der Verlust des investierten Geldes.

Wie der Betrug abläuft
Der Einstieg wirkt harmlos: Betroffene erhalten eine Einladung zu einer WhatsApp-Gruppe, die oft den Eindruck einer seriösen Finanz-Community vermittelt. Dort berichten angebliche Mitglieder über ihre „Erfolge“ mit bestimmten Investitionen und zeigen fingierte Gewinne. Diese Testimonials stammen jedoch von Komplizen der Betrüger. Unter Druck und durch ständige Motivation sollen neue Opfer überzeugt werden, erste Summen zu investieren – meist zwischen 250 und 500 Euro.

Von WhatsApp zu dubiosen Plattformen
Hinter den Chats stehen oft betrügerische Anlageplattformen im Internet. Interessenten werden dazu gedrängt, dort ein Konto zu eröffnen und Geld einzuzahlen – angeblich für Aktiengeschäfte oder Finanzprodukte. Doch ein Blick auf die Webseiten offenbart fehlende Impressen, keine klaren Ansprechpartner und keine Angabe einer zuständigen Aufsichtsbehörde. Solche Merkmale sind deutliche Warnsignale für unseriöse Anbieter.

FMA: Seriöse Banken arbeiten nicht über WhatsApp-Gruppen
Fiona Springer von der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) betont, dass Banken und Versicherungen keine Geschäfte über WhatsApp abwickeln: „Keine Bank wird ihre Kunden in einer WhatsApp-Gruppe beraten. Keine Versicherung wird in einer WhatsApp-Gruppe Versicherungen verkaufen.“ Auch sogenannte Finfluencer dürften rechtlich keine Finanzprodukte in geschlossenen Messengergruppen vertreiben.

Warum so viele dennoch hineinfallen
Der Erfolg der Betrugsmasche liegt in der psychologischen Taktik: kleine Einstiegssummen, ständige Motivation durch Komplizen und der soziale Druck innerhalb der Gruppe. So entsteht bei vielen das Gefühl, schnell und ohne Risiko Geld verdienen zu können – bis die Einzahlung weg ist und von den vermeintlichen Gewinnen keine Spur bleibt.

Was Betroffene tun sollten

  • Niemals auf WhatsApp-Gruppen-Einladungen zu Finanzthemen eingehen.

  • Bei Geldanlagen immer prüfen, ob Anbieter bei einer Finanzaufsichtsbehörde registriert sind.

  • Misstrauisch werden, wenn Impressum, Ansprechpartner oder Aufsichtsnachweise fehlen.

  • Verdächtige Gruppen oder Plattformen sofort melden.

Die FMA appelliert an Verbraucherinnen und Verbraucher, wachsam zu bleiben und sich nicht von unrealistischen Versprechen blenden zu lassen. Wer seriös investieren möchte, sollte ausschließlich auf regulierte Banken, Versicherungen oder lizenzierte Finanzdienstleister setzen.

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