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FMA warnt vor anhaltenden Risiken bei Gewerbeimmobilien und Kryptowährungen

Anemone123 / Pixabay
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Finanzmarktaufsicht ortet Handlungsbedarf bei notleidenden Krediten und Betrugsfällen im Kryptobereich

Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) sieht weiterhin erhebliche Risiken im Gewerbeimmobiliensektor und warnt zugleich eindringlich vor zunehmendem Betrug im Bereich von Kryptowährungen. Bei der heutigen FMA-Aufsichtskonferenz betonte Vorstandsmitglied Helmut Ettl, dass man derzeit keine Entwarnung geben könne – trotz gewisser Stabilisierungstendenzen im privaten Immobilienbereich.

Steigende Quote notleidender Kredite bei Gewerbeimmobilien

Im Zentrum der Warnungen steht die wachsende Zahl an notleidenden Krediten (NPLs) im Bereich der Gewerbeimmobilien. „Wir hätten uns gewünscht, bald Entwarnung geben zu können, aber die Zahlen geben das noch nicht her“, erklärte Ettl. Während die NPL-Quote Ende 2023 noch bei knapp über drei Prozent lag, ist sie mittlerweile auf durchschnittlich 5,4 Prozent angestiegen.

Ettl betonte, dass es im Sinne der Stabilität des Bankensektors notwendig sei, zu einer „österreichischen Normalität“ zurückzukehren. Die Aufsicht werde diesen Bereich daher weiterhin engmaschig überwachen.

Krypto-Betrug und Geldwäsche: Bevölkerung weiterhin anfällig

Ein weiterer zentraler Schwerpunkt der Konferenz war das Thema Finanzbetrug und Geldwäsche – insbesondere im Zusammenhang mit Kryptowährungen. Laut Ettl gebe es in diesem Sektor „täglich neue Betrugsfälle“. Die Bevölkerung sei nach wie vor anfällig, was sich Kriminelle gezielt zunutze machten.

Trotz bereits gesetzter Maßnahmen der FMA warnte Ettl vor einer möglichen „Einflugschneise für Geldwäsche“ über die Kryptowelt. Die Aufsicht werde weiterhin stark auf die Regulierung und Überwachung von Krypto-Dienstleistern achten.

Politik und Aufsicht gefordert

Die Ergebnisse der Konferenz unterstreichen den wachsenden Druck auf Politik, Aufsicht und Finanzbranche, gemeinsam Lösungen zu finden – sowohl zur Stärkung der Bankenstabilität als auch zur Abwehr neuer digitaler Betrugsrisiken.

Hintergrund:
Die FMA veranstaltet jährlich ihre Aufsichtskonferenz, bei der aktuelle Entwicklungen am Finanzmarkt analysiert und regulatorische Handlungsfelder diskutiert werden. Die Konferenz dient auch der Abstimmung mit Finanzinstituten, politischen Entscheidungsträgern und internationalen Aufsichtsbehörden.

Rechtlicher Hinweis:
Dieser Bericht enthält Informationen gemäß öffentlicher Aussagen der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) und basiert auf aktuellen Presseinformationen. Alle Angaben erfolgen nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr.

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