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Florida bekommt gleich zwei neue Wahrzeichen – und beide tragen den Namen Trump

GabrielDouglas (CC0), Pixabay
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In Florida wächst Donald Trumps Denkmalpflege jetzt endgültig in neue Höhen:
Der US-Präsident bekommt dort gleich zwei neue Prestige-Projekte mit seinem Namen – einen umbenannten Flughafen in Palm Beach und eine geplante Präsidentenbibliothek in Miami, die eher wie ein goldener Wolkenkratzer mit Ego-Anbau wirkt.

Flughafen in Palm Beach soll künftig Trump heißen

Floridas Gouverneur Ron DeSantis hat ein Gesetz unterzeichnet, wonach der Flughafen nahe Trumps Anwesen Mar-a-Lago künftig den Namen

„President Donald J. Trump International Airport“

tragen soll.

Die Umbenennung soll bereits zum 1. Juli in Kraft treten. Formal hängt sie noch an administrativen Schritten der US-Luftfahrtbehörde FAA – wobei diese bereits klargestellt hat, dass es sich bei der Namensgebung im Grunde um eine lokale Angelegenheit handelt.

Mit anderen Worten:
Wenn Florida seinen Flughafen nach Trump benennen will, dann trägt Washington am Ende nur noch die neuen Karten ein.

Die FAA sagt sinngemäß: Nennt das Ding, wie ihr wollt

Zwar war zunächst von einer nötigen FAA-Genehmigung die Rede, doch die Behörde selbst formulierte deutlich nüchterner:

  • Sie genehmigt Flughafenumbenennungen nicht offiziell
  • Es handle sich um ein lokales Thema
  • Sie müsse lediglich einige Verwaltungsarbeiten erledigen, etwa:
    • Navigationskarten anpassen
    • Datenbanken aktualisieren

Also kurz gesagt:

Politisch wird gefeiert, bürokratisch wird umetikettiert.

Trump-Bibliothek in Miami: Gold, Glas und ganz viel Trump

Fast noch spektakulärer als der Flughafen wirkt das zweite Projekt:
Donald Trump veröffentlichte in dieser Woche ein Video seiner geplanten Präsidentenbibliothek in Miami – oder zumindest das, was viele Beobachter für ein KI-generiertes Rendering halten.

Gezeigt wird ein geplanter 47-stöckiger Turm mitten in Miami, mit riesigem TRUMP-Schriftzug in Gold über der Skyline.

Wer jetzt denkt, das sei dezent, hat das Konzept nicht verstanden.

Im Inneren: Air Force One, goldene Rolltreppe und Faust-Statue

Die geplante Bibliothek soll offenbar nicht nur ein Archiv werden, sondern eher eine Mischung aus:

  • Präsidentenmuseum
  • Markenwelt
  • Themenpark
  • und sehr persönlicher Selbstverewigung

Zu sehen sein sollen laut den Entwürfen unter anderem:

  • eine Nachbildung von Air Force One
  • eine Replik der berühmten Rolltreppe, über die Trump 2015 seine erste Kandidatur verkündete
  • eine Statue Trumps mit erhobener Faust
  • eine Rekonstruktion des Rosengartens des Weißen Hauses
  • sowie sein geplantes Millionen-Ballsaal-Projekt

Man könnte sagen:

Andere Präsidenten bauen Bibliotheken. Trump baut offenbar eine Mischung aus Museum, Monument und Immobilienbroschüre.

Miami als Bühne für das Trump-Erbe

Ein offizieller Eröffnungstermin für die Präsidentenbibliothek steht bislang nicht fest.
Klar ist aber: Südflorida wird immer stärker zum politischen und symbolischen Zentrum der Trump-Welt.

Trump lebt dort seit Jahren offiziell, verbringt viele Wochenenden auf Mar-a-Lago – und nun soll dort nicht nur „sein“ Flughafen stehen, sondern auch ein neues Denkmal in Hochhausform.

Eric Trump jubelt – Demokraten schäumen

Trumps Sohn Eric Trump feierte die Flughafen-Umbenennung bereits öffentlich:

„Palm Beach International Airport ist jetzt offiziell… ‘President Donald J. Trump International Airport!’“

Er zeigte sich stolz, an dem Vorgang „eine kleine Rolle“ gespielt zu haben.

Floridas Demokraten sehen das erwartungsgemäß deutlich kritischer.

Die demokratische Fraktionschefin im Repräsentantenhaus von Florida, Fentrice Driskell, sprach von einer fragwürdigen Prioritätensetzung und verwies auf geschätzte Kosten von rund 5 Millionen Dollar.

Ihre Kritik:

  • Spritpreise über 4 Dollar pro Gallone
  • steigende Lebensmittelpreise
  • höhere Gesundheitskosten
  • und trotzdem werde Geld eingesetzt, um Trump zu feiern

Oder kürzer formuliert:

Die einen sehen ein Denkmal. Die anderen eine teure Namensplakette in Krisenzeiten.

Trump setzt seine Namens-Offensive fort

Die beiden Projekte in Florida passen zu einer ganzen Reihe ähnlicher Schritte.

Bereits zuvor wurde Trumps Name unter anderem mit weiteren Einrichtungen in Verbindung gebracht, darunter:

  • das John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington
  • sowie das frühere Gebäude des US Institute of Peace, das Trump im Dezember in
    Donald J. Trump U.S. Institute of Peace umbenennen ließ

Es ist also offenkundig:
Trump beschränkt sich nicht darauf, Politik zu machen – er arbeitet parallel an einem flächendeckenden Markenauftritt mit Verfassungsbezug.

Fazit

Florida wird in den kommenden Monaten endgültig zur Trump-Gedenklandschaft:

  • Ein Flughafen in Palm Beach trägt bald seinen Namen
  • In Miami soll ein gigantischer Bibliotheksturm entstehen
  • Und alles wirkt ein wenig so, als hätte ein Präsident beschlossen, seine eigene Nachwelt direkt selbst zu bauen

Oder, etwas nüchterner gesagt:

Andere Präsidenten hinterlassen Akten. Trump hinterlässt Logos.

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