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Finanzinvestor CapVest übernimmt Mehrheit an Stada – geplanter Börsengang überraschend abgesagt

godoycordoba (CC0), Pixabay
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Der deutsche Arzneimittelhersteller Stada bekommt einen neuen Mehrheitseigentümer. Wie das Unternehmen mitteilte, übernimmt die Londoner Beteiligungsgesellschaft CapVest Partners die Kontrolle. Die bisherigen Eigentümer Bain Capital und Cinven, die Stada seit 2017 hielten, bleiben mit einer Minderheitsbeteiligung weiterhin an Bord.

Börsengang kurzfristig vom Tisch

Die Entscheidung kommt überraschend: Noch in der vergangenen Woche hatte Stada offiziell einen Börsengang in Aussicht gestellt. Damit wollte das Unternehmen offenbar frisches Kapital aufnehmen und seine Marktstellung im Bereich Generika und rezeptfreier Medikamente ausbauen. Stattdessen entschieden sich die Eigentümer nun für den Verkauf an einen strategischen Finanzinvestor. Gründe für die plötzliche Kehrtwende wurden nicht genannt.

Kaufpreis bleibt geheim

Zum Kaufpreis äußerten sich weder die Verkäufer noch CapVest. Branchenkenner gehen jedoch davon aus, dass der Einstieg im mehrstelligen Milliardenbereich liegt – schließlich gehört Stada mit einem Umsatz von rund 3,8 Milliarden Euro (2023) zu den größten Generikaherstellern Europas.

Stada als attraktives Ziel

CapVest gilt als erfahrener Investor im Gesundheitssektor und dürfte vor allem an der internationalen Präsenz und dem breiten Produktportfolio von Stada interessiert sein. Das hessische Unternehmen ist in mehr als 120 Ländern aktiv und vertreibt sowohl Generika als auch bekannte Markenprodukte wie Grippostad oder Ladival.

Signal an den Markt

Mit dem Deal verschiebt sich der Fokus für Stada erneut: Statt den Kapitalmarkt über einen Börsengang zu nutzen, setzt man auf das Kapital und die Expertise eines neuen Finanzinvestors. Für den Pharmamarkt in Deutschland ist dies ein weiteres Beispiel dafür, wie stark Private-Equity-Gesellschaften inzwischen in der Branche präsent sind.

Ob CapVest langfristig als Eigentümer bleibt oder den Konzern in einigen Jahren erneut an die Börse bringen wird, ist offen. Klar ist: Stada bleibt ein zentraler Akteur im europäischen Arzneimittelmarkt – und ein begehrtes Investmentobjekt.

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