Washington, Bühne frei für die wahrscheinlich schrägste Fußball-Auslosung aller Zeiten. Die FIFA hat am 5. Dezember im Kennedy Center nicht nur die Gruppen der WM 2026 ausgelost – sondern gleich noch einen neuen Sport erfunden: Politisches Schmeicheln auf Champions-League-Niveau.
Hauptdarsteller: Donald J. Trump.
Nebenrolle: Ein Fußballverband auf der Suche nach Visa-Erleichterungen.
Requisiten: Eine Trophäe, ein Mikrofon, und sehr viel Pathos.
Wenn du schon keinen Friedensnobelpreis bekommst…
…dann macht dir die FIFA eben ihren eigenen!
Trump bekam in bester Oscar-Manier den FIFA-„Friedenspreis“ überreicht. Warum? Tja – das weiß wahrscheinlich nicht mal die FIFA selbst so genau. Vielleicht fürs Nichtbombardieren von Fußballstadien?
Trump jedenfalls strahlte wie ein frisch gewählter Vereinspräsident und erklärte die Auszeichnung zum „größten Moment“ seines Lebens – gleich nach dem ersten Cheeseburger am Tag.
Showtime mit Klum, Hart und den Village People
Die Auslosung war nicht einfach eine Auslosung – sie war ein Las-Vegas-Showtanz mit politischen Nebenwirkungen:
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Heidi Klum auf der Bühne: vermutlich um internationale Eleganz zu repräsentieren.
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Kevin Hart moderierte: weil irgendjemand das Ganze ja mit Humor nehmen musste.
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Die Village People spielten „Y.M.C.A.“, und Trump tanzte – in seiner Loge, mit der Eleganz eines schlecht gelaunten Pfauenrads.
Andrea Bocelli sang auch. Vielleicht eine musikalische Erinnerung an bessere Zeiten – als die WM noch einfach nur Fußball war.
FIFA + Trump = Best Buddies
FIFA-Chef Gianni Infantino scheint sich inzwischen auf eine zweite Karriere als Trump-Groupie vorzubereiten. Er besuchte mehrfach das Weiße Haus, eröffnete ein FIFA-Büro im Trump Tower (!) und nennt Trump einen „großartigen Sportsmann“.
Ob er das ernst meint oder einfach nur die WM retten will – man weiß es nicht. Vielleicht beides.
Und die WM-Gruppen? Ach ja, fast vergessen!
Zwischen Selfies, Standing Ovations und diplomatischer Akrobatik wurden dann auch noch Gruppen ausgelost. Die USA treten gegen Australien, Paraguay und ein noch unbekanntes Team an. Hoffentlich kein Team aus einer „unsicheren Stadt“, sonst verlegt Trump das Spiel kurzerhand in seine Golfresidenz in Florida.
Welt zu Gast bei Freunden – vielleicht.
Trotz aller Show gibt es auch Kritik: Mehr als 80 Menschenrechtsgruppen haben FIFA aufgefordert, sicherzustellen, dass Fans und Einwanderer zur WM einreisen dürfen – auch ohne Trump-Fanclubkarte.
Trump beruhigte: „Wenn eine Stadt ein Problem hat, lösen wir es.“ Klingt ein bisschen wie: Wenn der Schiedsrichter stört, wird er einfach ersetzt.
Fazit:
Die FIFA hat sich mit dieser Gala zwischen Glanz und Gaga platziert. Und Trump? Der tanzt weiter zu „Y.M.C.A.“ – diesmal mit dem Friedenspokal in der einen und der WM-Trophäe in der anderen Hand.
Ob die Welt 2026 zum Fußballfest in die USA kommt? Wahrscheinlich ja.
Ob sie vorher ein Visum bekommt? Das wird spannend.
Ob Infantino irgendwann auch einen Trump-Tattoo trägt? Nicht ausgeschlossen.
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