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Festnahme in Norfolk: Polizei ermittelt gegen Andrew Mountbatten-Windsor

Contaminazionivisive (CC0), Pixabay
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Andere Menschen bekommen zum 66. Geburtstag Socken, ein Buch über Gartenarbeit oder wenigstens einen halbherzigen Kuchen mit zu vielen Kerzen. Ein 66-jähriger Herr aus Norfolk hingegen bekam: Besuch von der Polizei. Pünktlich zum Frühstück. Mit Blaulicht-Option.

Nach Informationen der BBC soll es sich bei dem Geburtstagskind um Andrew Mountbatten-Windsor handeln, den jüngeren Bruder von Charles III.. Der Vorwurf? Amtsmissbrauch. Das klingt weniger nach „Ups, falscher Briefkasten“ und mehr nach „Das wird ein längerer Nachmittag“.

 Polizei bestätigt: Ja, das ist kein Überraschungsbesuch

Die zuständige Behörde erklärte am Donnerstag in gewohnt britischer Nüchternheit, ein Mann „in seinen Sechzigern“ aus Norfolk sei im Rahmen laufender Ermittlungen festgenommen worden.
Übersetzung aus dem Behördensprech: Wir wissen, dass alle wissen, wen wir meinen, aber wir sagen es trotzdem nicht.

Zudem würden Objekte in Berkshire und Norfolk durchsucht – was sehr offiziell klingt für „Wir schauen uns da mal gründlich um“. Der Festgenommene befinde sich derzeit in Polizeigewahrsam. Tee gibt es dort vermutlich auch, aber eher ohne Geburtstagskerze.

Der stellvertretende Polizeichef Oliver Wright betonte, man lege großen Wert auf Integrität und Objektivität der Untersuchung. Das ist britisch für: „Wir bleiben höflich, selbst wenn es königlich kompliziert wird.“

Morgendliche Bewegung auf Wood Farm

Wie die Daily Mail berichtet, rollten am Donnerstagmorgen kurz nach 8 Uhr mehrere zivile Einsatzfahrzeuge auf das Anwesen Wood Farm in Norfolk.
Wood Farm gehört König Charles III.; Andrew lebt dort seit einiger Zeit – nun offenbar mit etwas mehr staatlicher Aufmerksamkeit als üblich.

Laut BBC ermögliche die Festnahme den Ermittlern, relevante Dokumente sicherzustellen und das Anwesen zu durchsuchen. Man stelle sich das ungefähr so vor wie Frühjahrsputz – nur mit Durchsuchungsbefehl.

Berichten zufolge könnte der 66-Jährige bis zu 96 Stunden in Gewahrsam bleiben oder gegen Auflagen vorläufig freikommen. Ein Geburtstagswochenende hatte er sich vermutlich anders vorgestellt.

Öffentliches Interesse? Aber bitte mit Haltung.

Die Polizei betont, angesichts des öffentlichen Interesses werde man mit weiteren Informationen sorgfältig umgehen. Das Vereinigte Königreich bleibt schließlich das Land, in dem man selbst bei handfesten Schlagzeilen noch „Quite unfortunate“ sagt.

Ob dieser Geburtstag in die Familienchronik eingeht, bleibt abzuwarten. Fest steht: Selten wurde jemand so pünktlich zum Ehrentag daran erinnert, dass 66 vielleicht kein Alter für Überraschungen mehr ist – zumindest nicht dieser Art.

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