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Festgenommene Mariachi-Brüder in Texas wieder frei

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Eine Familie aus Südtexas, zu der zwei junge Mariachi-Musiker gehören, ist nach ihrer Festnahme durch die US-Einwanderungsbehörde ICE wieder auf freiem Fuß. Der Fall hatte landesweit Kritik von Politikern und Bürgerrechtsorganisationen ausgelöst.

Der 18-jährige Antonio Yesayahu Gámez-Cuéllar, sein 14-jähriger Bruder Caleb, ein weiterer jüngerer Bruder sowie ihre Eltern waren am 25. Februar festgenommen worden. Die Familie hatte sich zu einem regulären Termin bei den Einwanderungsbehörden gemeldet, wie es in ihrem Asylverfahren vorgeschrieben war.

Antonio wurde zunächst von seiner Familie getrennt und in einer anderen Haftanstalt untergebracht. Seine Eltern und Geschwister kamen in ein Familienhaftzentrum in Dilley (Texas), während er selbst in einer Einrichtung in Raymondville, rund 370 Kilometer entfernt, festgehalten wurde.

Familie wartete auf Asylanhörung

Die Familie war 2023 über die CBP-One-App in die USA eingereist – ein Programm aus der Zeit der Biden-Regierung, das Migranten eine geordnete Einreise und Asylanträge ermöglicht. Ihre endgültige Anhörung im Asylverfahren war erst für später in diesem Jahr geplant.

Nach Angaben von Unterstützern hatte die Familie alle Auflagen erfüllt, regelmäßig an Anhörungen teilgenommen und sich bei den Behörden gemeldet.

Erfolgreiche Mariachi-Musiker

Besonders große Aufmerksamkeit erhielt der Fall, weil Antonio und Caleb Mitglieder der preisgekrönten Mariachi-Band „Mariachi Oro“ der McAllen High School sind. Die Gruppe gewann bereits acht Staatsmeisterschaften und trat im vergangenen Jahr sogar in Washington, D.C. auf.

Freilassung nach politischem Druck

Am 9. März bestätigten mehrere Politiker aus Texas die Freilassung der Familie. Der republikanische Abgeordnete Monica de la Cruz erklärte, Antonio sei ebenfalls aus der Haft entlassen worden.

Der demokratische Kongressabgeordnete Joaquin Castro hatte zuvor das Familienhaftzentrum besucht und sich öffentlich für die Freilassung eingesetzt.

Auch Bürgerrechtsorganisationen begrüßten die Entscheidung. Vertreter des National Immigration Law Center erklärten, die Freilassung sei ein Zeichen dafür, dass öffentlicher Druck und gemeinsames Engagement Wirkung zeigen können.

Kritik an der Festnahme

Der Fall löste eine überparteiliche Debatte über die US-Einwanderungspolitik aus. Kritiker bemängelten insbesondere, dass eine Familie festgenommen wurde, die alle behördlichen Vorgaben eingehalten habe.

Politiker aus dem mexikanisch-amerikanischen Parlamentsausschuss in Texas erklärten, Familien sollten nicht bestraft werden, wenn sie sich an die Regeln halten und ihre Termine bei den Behörden wahrnehmen.

Mit der Freilassung kann Antonio nun nach Angaben von Unterstützern zu seiner Familie zurückkehren und sich auf seinen Schulabschluss vorbereiten.

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