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FedEx-Gründer Fred Smith im Alter von 80 Jahren gestorben

NoName_13 (CC0), Pixabay
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Frederick Wallace Smith, Gründer des globalen Logistikunternehmens FedEx, ist am 21. Juni im Alter von 80 Jahren verstorben. Das Unternehmen bestätigte seinen Tod am Wochenende. Smith galt als Pionier der Expresszustellung und revolutionierte mit FedEx die Luftfrachtbranche.

Smith war über Jahrzehnte Vorstandsvorsitzender und CEO von FedEx. Seine Idee einer speziell auf eilige Sendungen ausgerichteten Luftfrachtgesellschaft entstand während seines Studiums in den 1960er-Jahren an der Yale University – zunächst nur als Thema einer Studienarbeit. Trotz anfänglicher Skepsis setzte Smith seine Vision in die Tat um: 1971 gründete er „Federal Express“, das spätere FedEx. Am 17. April 1973 nahm das Unternehmen mit 14 Flugzeugen seinen Betrieb auf und belieferte zunächst 25 Städte in den USA.

Der wirtschaftliche Durchbruch ließ auf sich warten. Die ersten Jahre waren von Finanzierungsproblemen geprägt. Smith selbst investierte Mittel aus dem Nachlass seines Vaters und übernahm eine strauchelnde Luftfahrtfirma, die ihm wichtige praktische Einblicke verschaffte. Auch nach dem offiziellen Start 1973 war FedEx zeitweise kurz vor dem Bankrott. Erst 1975 schrieb das Unternehmen erstmals schwarze Zahlen.

Durch politischen Einfluss und Smiths Engagement für die Deregulierung des Luftfrachtmarkts konnte FedEx ab Ende der 1970er-Jahre deutlich wachsen. 1983 erreichte das Unternehmen einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar. Internationale Expansion folgte, unter anderem durch die Übernahme der Flying Tiger Line im Jahr 1989.

Smith war nicht nur in der Wirtschaft, sondern auch politisch gut vernetzt. Er pflegte enge Beziehungen zu mehreren US-Präsidenten, darunter George W. Bush, dem er aus gemeinsamen Studienzeiten in Yale verbunden war, sowie John McCain, dessen Wahlkampfteam er 2008 unterstützte.

Obwohl er über die Jahrzehnte Einfluss auf Wirtschaftspolitik und internationale Handelsfragen nahm, blieb Smiths Fokus auf dem operativen Erfolg seines Unternehmens. Noch in der Corona-Pandemie spielte FedEx eine zentrale Rolle bei der Verteilung von Impfstoffen, auch in Kooperation mit der Trump-Administration.

Smith, der zwischenzeitlich auch Marineoffizier war und mit mehreren Orden ausgezeichnet wurde, zog sich in den letzten Jahren aus dem Tagesgeschäft zurück. 2018 legte er das Präsidentenamt nieder, 2022 folgte der Rücktritt als CEO.

Raj Subramaniam, heutiger CEO von FedEx, würdigte Smith als „Herz und Seele“ des Unternehmens. Smith habe mit Weitblick, Integrität und Unternehmergeist Generationen inspiriert. Sein Vermächtnis lebe im Erfolg des Unternehmens weiter.

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