Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Mittwoch beschlossen, die Leitzinsen vorerst nicht zu senken. Dies markiert die erste geldpolitische Entscheidung während der zweiten Amtszeit von Präsident Donald Trump – und könnte die Spannungen zwischen dem Weißen Haus und der Zentralbank weiter verschärfen.
Fed-Chef Jerome Powell betonte, dass die Entscheidung einstimmig gefallen sei. Experten gehen davon aus, dass auch bei der nächsten Sitzung im März keine Zinssenkung erfolgen wird.
Trump hat in der Vergangenheit oft Kritik an der Fed geübt und deutlich gemacht, dass er gerne Einfluss auf die Geldpolitik hätte. Er fordert niedrigere Zinsen, um Wirtschaftswachstum und Investitionen anzukurbeln. Doch die Fed ist unabhängig – und scheint derzeit nicht gewillt, auf politische Wünsche einzugehen.
Trumps angekündigte Handelszölle, darunter 25 % auf Importe aus Mexiko und Kanada sowie 10 % auf chinesische Waren, sind bisher noch nicht in Kraft. Doch die Unsicherheit über die genaue Umsetzung sorgt für Nervosität an den Märkten.
In einer Rede vor republikanischen Abgeordneten nannte Trump Pharmazeutika, Halbleiter und Stahl als erste Sektoren, die von den neuen Zöllen betroffen sein könnten. Seine Botschaft an Unternehmen: „Wenn ihr keine Zölle zahlen wollt, baut eure Fabriken in den USA.“
Während die Fed versucht, die Inflation zu kontrollieren, könnte Trumps Wirtschaftspolitik genau das erschweren. Zinssenkungen bleiben vorerst unwahrscheinlich, und der Konflikt zwischen Trump und der Notenbank dürfte sich weiter zuspitzen. Die Märkte bleiben angespannt – und Verbraucher müssen sich wohl auf anhaltend hohe Finanzierungskosten einstellen.
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